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Gresini fordert schnelles Sparprogramm

30. Dezember 2008 - 13:40 Uhr

Der angebliche MotoGP-Rückzug von Kawasaki und alarmierende Stimmen - Fausto Gresini: "Wir müssen schnell handeln"

Fausto Gresini
Fausto Gresini fordert ein schnelles Sparpaket für die Motorrad-WM
© Gresini

(Motorsport-Total.com) - Die Nachricht, dass sich Kawasaki angeblich mit sofortiger Wirkung aus der MotoGP zurückzieht, schlägt in Motorradsport-Kreisen hohe Wellen. Die italienische Sportzeitung 'Tuttosport' hatte berichtet, dass man dem Kawasaki-Neuzugung Marco Melandri in einem Brief das Ende der MotoGP-Tätigkeiten der Werksmannschaft erklärt hatte. Für den italienischen Piloten käme der Ausstieg zu einem ganz bitteren Zeitpunkt. Nach einem desaströsen Jahr an der Seite von Casey Stoner bei Ducati hatte sich Melandri hoffnungsvoll zu Kawasaki geflüchtet.

Nun scheint die Zukunft des Vizeweltmeisters von 2005 nicht gerade rosig auszusehen. In der MotoGP sind eigentlich alle Türen zu und die Superbike-WM bietet im Winter auch nicht mehr viele Optionen. Für Rennsportlegende und Teambesitzer Fausto Gresini käme ein Kawasaki-Rückzug nicht überraschend. Der Italiener hatte schon vor Wochen vor den Auswirkungen der Wirtschaftskrise gewarnt und ein Sparprogramm gefordert wie man es jüngst in der Formel 1 auf den Weg brachte.

"Niemand hat mir bisher zugestimmt", kommentierte Gresini enttäuscht gegenüber 'gpone.com'. "Wir reden immer über Projekte für das Jahr 2010, aber wir müssen an 2009 denken. Und zwar schnellstens." Der MotoGP-Teamchef nannte erneut Beispiele: Es müsse nicht sein, dass man Karbon-Bremsscheiben für 300.000 Euro verwende, wenn Stahlbremsen nur 50.000 Euro kosteten. Außerdem könne man pro Team die Anzahl der Maschinen auf drei beschränken. Damit würde man Transportkosten und Personal sparen.

Es seien schon in den vergangenen Jahren schwerwiegende strategische Fehler gemacht worden, mahnte Gresini an: "Der Schritt weg von den 990er Maschinen war ein Fehler. Außerdem war es nicht richtig, dass bezüglich der Vermarktung nur mit der Dorna gesprochen wurde, ohne dass die privaten Teams überhaupt gefragt wurden. Das System ist schwer krank! Bei den Superbikes kommst du mit 200.000 Euro pro Jahr hin, in der MotoGP brauchst du dagegen zwei Millionen Euro und kannst dein Bike nach einer Saison nicht mal mehr benutzen."

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