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Dovizioso: Wenig Zeit für gute Zeiten

28. November 2008 - 11:44 Uhr

HRC-Neuverpflichtung Andrea Dovizioso läuft im Vergleich zu Teamkollege Dani Pedrosa einem erheblichen Rückstand hinterher

Andrea Dovizioso leidet noch unter Umstellung auf Bridgestone-Reifen
© Honda

(Motorsport-Total.com) - Andrea Dovizioso schleppt nach seinem Wechsel in die Honda-Werksmannschaft einen deutliches Manko mit in das kommende Jahr. Bei den abschließenden Testfahrten der MotoGP in Jerez verlor der Italiener satte eineinhalb Sekunden auf seinen Teamkollegen Dani Pedrosa. Die seltsame Erkenntnis: Beim ersten Test mit der Werksmaschine hatte Dovizioso einen erheblich geringeren Rückstand gehabt. "Ich hatte nicht allzu viel Zeit, um etwas zu bewegen", argumentierte der ehemalige JiR-Scot-Pilot.

Tatsächlich waren die Möglichkeiten am zweiten Tag in Jerez arg eingeschränkt. Weil sich die Strecke am Vormittag wegen starker Regenfälle in erbärmlichem Zustand präsentierte, begann die Honda-Mannschaft erst um 14 Uhr mit den Testfahrten, nur drei Stunden später war der Tag wieder beendet. "Unser Ziel war es, erstmal eine gute Sitzposition zu finden. Wir haben daran leicht etwas verändert und einige Dinge jetzt verstanden", zog Dovizioso nach dem kurzen Ritt über 46 Runden Bilanz.

Fakt ist allerdings, dass Dovizioso die Umstellung auf die Bridgestone-Reifen noch hinter sich bringen muss, während Teamkollege Pedrosa bereits zum Ende der abgelaufenen Saison viele Erfahrungen sammeln konnte. "Wir haben versucht, eine gute Einstellung für die Reifen zu finden. Aber das ist nicht so einfach, weil die neuen Reifen eine völlig andere Konstruktion aufweisen", erklärte der Italiener seine Probleme. "Wir haben das in der vergangenen Saison ja auch bei anderen Fahrern erlebt."

Während Pedrosa der einzige MotoGP-Pilot war, der in Jerez die Zeiten von Weltmeister Valentino Rossi mitgehen konnte, steckt Dovizioso zurzeit im grauen Mittelfeld. "Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem Prototypen für 2009. Die Maschine fühlt sich im Vergleich zum 2008er Bike einfach viel besser an, sowohl in Bezug auf Motor als auch beim Chassis. Der Motor ist sanfter und man kann das Limit besser spüren, also kann man auch einfacher schnell fahren."

Zu seinem eigenen Schutz formulierte Dovizioso abschließend: "Ich war hier bestimmt nicht besonders schnell unterwegs, aber es ist ja auch noch früh. Wir haben jede Menge Ideen, die wir in Sepang umsetzen möchten." Der in der abgelaufenen Saison erfolgreichste Pilot einer Kundenmaschine fügte hinzu: "Dani war sehr schnell. Das beweist, dass unsere Maschine ein großartiges Potenzial besitzt."

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