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Speedway: Jonsson zittert um Heimrennen

14. August 2008 - 12:03 Uhr

Andreas Jonsson muss um seinen Start beim Heim-GP in Målilla bangen - Der beste Schwede in der Speedway-WM liegt nach einem Unfall in Polen auf Eis

Bangt nach einem Unfall um seinen Start im Heimrennen: Andreas Jonsson
© MST

(Motorsport-Total.com) - Für Andreas Jonsson liegt über seinem Heimrennen irgendwie ein Fluch. Letztes Jahr musste der 27-Jährige aus Stockholm den Grand Prix in Målilla verletzungsbedingt auslassen - und nun droht ihm dasselbe.
Seit einem schweren Sturz bei einem polnischen Liga-Rennen am letzten Sonntag hat Jonsson kein Speedway-Meeting mehr bestritten. Der Kampf um die Fitness für den WM-Lauf auf der 305 Meter langen permanenten Speedway-Bahn in Målilla wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit: Das Training steht bereits am morgigen Freitag auf dem Plan - und noch weiss Jonsson nicht, ob er daran teilnehmen kann.

Der Unfall passierte gleich im ersten Lauf des polnischen Erstliga-Rennens zwischen Bromberg und Rybnik. "AJ" zog sich von der Veranstaltung zurück, während das Liga-Match noch tobte, und musste auch das montags folgende Heimrennen seines englischen Vereins Lakeside - immerhin Tabellenführer in der ersten britischen Division - verletzungsbedingt absagen.

Jonsson sagte: "Ich leide unter starken Prellungen. Eine Hand und mein Rücken tun fürchterlich weh. Ich bin übersäht mit blauen Flecken. Ich versuche, mich so schnell wie möglich zu erholen, um den Målilla-Grand Prix nicht wieder wegen einer Verletzung absagen zu müssen." Denn das Rennen auf der Waldbahn in Schweden ist für Jonsson gleich in dreifacher Hinsicht wichtig: Er nutzt seine Heim-Veranstaltung traditionsgemäß dazu für seine Sponsoren ein besonderes VIP-Incentive-Paket zu schnüren; um seine Klasse zu untermalen, kommt er sogar extra im Ferrari 430 vorgefahren.

Daneben liegt er in der WM-Wertung derzeit nur auf der siebten Position - und lediglich die ersten Acht der Endabrechnung sind auch in der Folgesaison wieder für die WM-Teilnahme gesetzt, der Rest steigt ab. Schließlich erwächst Jonsson, der wegen erwiesener Inkonstanz nie die so sehnsüchtig erwartete Nachfolge der schwedischen Speedway-Legende Tony Rickardsson hat antreten können, landesintern schwere Konkurrenz: Der fünf Jahre jüngere Fredrik Lindgren schickt sich an, Jonsson sowohl in Sachen sportlicher Leistung als auch bei den Sympathiepunkten von der Spitze des schwedischen Speedway-Sports zu verdrängen.

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