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Speedway: "Ein anderer Mensch"

12. August 2008 - 13:22 Uhr

Nicki Pedersen wurde mit Dänemark Mannschafts-Weltmeister und fährt auch in der Speedway-WM auf Titelkurs

Nicki Pedersen
Nicki Pedersen ist der Mann, den es in der Speedway-WM zu schlagen gilt
© MST

(Motorsport-Total.com) - Spätestens seit Prag ist klar: Der Weg zur Speedway-Einzel-Weltmeisterschaft führt nur über Nicki Pedersen. Der 31-jährige Titelverteidiger aus Holsted in Dänemark landete im Marketa-Stadion seinen ersten Saisonsieg - und baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 15 Punkte aus. Sein ärgster Verfolger, der Australier Jason Crump, steht beim nächsten Durchgang in Målilla in Schweden unter Zugzwang, will er die WM bis zum Finale in der Veltins Arena Auf Schalke am Abend des 11. Oktober spannend halten.

Pedersen schwimmt derzeit auf einer Welle des Erfolges: Wenige Tage vor dem Großen Preis von Tschechien in Prag gewann er mit der dänischen Nationalmannschaft auch schon die Team-Weltmeisterschaft - auf heimischem Boden, im Speedway-Center Vojens.

Speedway-Finale 2007
Beim Finale in der Arena auf Schalke möchte Pedersen wieder die Krone holen
© MST

Auch im dänischen National-Quintett war Pedersen der Schlüssel zum Erfolg. "Dabei behandele ich die Mannschafts-WM eigentlich nur wie ein ganz normales Liga-Rennen", vergleicht er den Team-Wettbewerb mit dem Liga-Betrieb in England, Polen und Schweden, in dem alle Speedway-Profis im Alltag zwischen Grands Prix ihr Brot verdienen. "Da muss ich auch möglichst viele Punkte schreiben - aber es kommt immer auf alle fünf Fahrer an. Da kann man nicht nur an sich selbst denken, sondern muss als Mannschaft zusammenhalten."

In den Grands Prix dagegen kehre er einen anderen Nicki Pedersen hervor: "Wenn ich in der WM fahre, bin ich ein ganz anderer Mensch. Das hat man in Prag ganz deutlich sehen können. Da versinke ich völlig in mich selbst und kümmere mich nur um meine Belange. Ich verlasse kaum meine eigene Box - und laufe ganz sicher nicht durchs Fahrerlager, um zu gucken, wie es den anderen Fahrern ergeht."

Das sei bei der Mannschafts-WM ebenso wie in den Profi-Ligen unabdingbar - bei der WM aber nur ein Ablenkungsfaktor. "Da konzentriere ich mich lieber voll und ganz darauf, zu lesen, wie sich die Bahn entwickelt und wie die einzelnen Änderungen der Abstimmungen an den Motorrädern greifen."

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