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Gresini-Honda enttäuscht über Misano-Ausgang

31. August 2008 - 22:00 Uhr

Nur ein Fahrer im Ziel, der aber ohne jede Chance auf die Top 10: Fausto Gresini hatte sich vom Heimrennen seines Teams mehr erwartet

Shinya Nakano vor Andrea Dovizioso
Shinya Nakano fiel im Laufe des Rennens immer weiter zurück
© Honda

(Motorsport-Total.com) - Gerade vor seinen Landsleuten wollte Teamchef Fausto Gresini seine Motorräder weit vorne sehen, aber daraus wurde nichts: Lokalmatador Alex de Angelis schied heute in Misano schon in der zweiten Runde aus und Shinya Nakano musste sich nach einer mehr als dürftigen Vorstellung mit Platz zwölf zufrieden geben.

"Ich bin enttäuscht darüber, wie dieser Grand Prix zu Ende gegangen ist - sowohl über den Sturz von Alex als auch über Shinyas Ergebnis", seufzte Gresini. "Leider passiert so etwas im Rennsport. Wir wollten bei unserem Heim-Grand-Prix eine gute Show abliefern, waren dazu aber leider nicht in der Lage. Jetzt schauen wir natürlich nach vorne und versuchen, positiv und optimistisch zu sein, auch wenn ich dafür momentan nicht gerade die passende Laune habe."

Nakanos Probleme noch ungeklärt

Besonders verärgert war der Italiener über Nakanos Vorstellung, denn der Japaner hatte sogar eine Werks-Honda zur Verfügung, fiel aber trotzdem sukzessive zurück. Am Ende konnte er nur die beiden Kawasakis hinter sich lassen. "Es ist offensichtlich, dass etwas nicht ganz funktioniert hat", gestand Nakano, "aber wir müssen noch die Daten analysieren, um herauszufinden, woran das liegt, und dann müssen wir eine Lösung finden."

"Heute war es für uns ein sehr schwieriges Rennen", gab der 30-jährige weiter zu Protokoll. "Abgesehen von einem guten Start und ein paar anständigen Runden zu Beginn machten sich in bestimmten Kurven Vibrationsprobleme bemerkbar und ich konnte nicht mehr voll angreifen. Gegen Ende des Rennens sind meine Rundenzeiten um drei Sekunden gegenüber unserer Pace im Training abgefallen."

De Angelis ausgerechnet beim Heimrennen k.o.

Teamkollege de Angelis wirkte ähnlich niedergeschlagen: "Ich bin über das heutige Rennen sehr enttäuscht, weil ich gut gestartet bin und ein tolles Rennen haben hätte können", murrte der MotoGP-Rookie. Was war passiert? In der zweiten Runde wagte nach einem Überholmanöver von Marco Melandri an einer Stelle einen Konter, wo man normalerweise besser nicht zum Überholen ansetzt. Dieser Schuss ging nach hinten los.

"Leider hat mich Melandri am Ende der Geraden überholt und in der nächsten Kurve überholte ich ihn mit qualmenden Reifen zurück", schilderte de Angelis den Sturzhergang. "Wir haben auf die Fahrer vor uns viel Boden verloren und ich habe hart gepusht, um die Lücke zu schließen. Dabei habe ich das Heck der Maschine verloren und diese warf mich in die Luft. Dabei habe ich die Vorderradbremse erwischt und bin gestürzt."

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