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Lorenzo will vorsichtiger werden
Nach seinen vielen Stürzen will Jorge Lorenzo vorsichtiger werden - Rückkehr an die Spitze erwartet er erst am Saisonende
(Motorsport-Total.com) - Jorge Lorenzo ist wie ein Komet in der MotoGP-WM eingeschlagen, fuhr in seinen ersten drei Qualifyings jeweils auf Pole-Position, gewann den dritten Grand Prix in Portugal und lag plötzlich sogar sensationell in der Fahrerwertung in Führung. Doch inzwischen ist diese Überform aus dem Frühjahr hinter ihm.
Die Wende brachte ein Trainingsunfall in China, gefolgt von einem weiteren Sturz in Barcelona, wo er das Rennen sogar auslassen musste. Zwischendurch ließ er auch sein Kompartmentsyndrom im Unterarm operativ behandeln. All diese Rückschläge ließen ihn an Rücktritt denken, "wenn auch nie wirklich ernsthaft", wie er gegenüber der 'Gazzetta dello Sport' zugab. "Es ist schon schlimm, wenn man über die gebrochenen Knöchel stürzt, sich dabei auch noch die Finger bricht und sehr leidet."
Der Spanier, nicht gerade als schmerzresistent bekannt, konnte sich eine Zeit lang nur im Rollstuhl fortbewegen, fuhr aber gleichzeitig Motorradrennen. Daraus hat er seine Lehren gezogen: "Ich möchte vorsichtiger werden. MotoGP-Bikes sind größer und stärker als die 250er. Wenn du stürzt, hast du viel Schwung drauf. Und wenn man in einer Welt wie der meinen Angst hat, dann bist du schnell nur noch 14. oder 15. Das geht halt nicht."
Lorenzo weiß, dass er langsam wieder Vertrauen gewinnen und sich Schritt für Schritt ans Limit herantasten muss, wenn er wieder so konkurrenzfähig wie am Saisonbeginn werden möchte. Das wird aber dauern: "Ich werde erst am Saisonende wieder konkurrenzfähig sein", winkte der Yamaha-Werksfahrer ab. "Zuerst muss ich mehr MotoGP-Erfahrung sammeln, um das Fahrverhalten dieser Motorräder besser zu verstehen, und dann muss ich wieder das Vertrauen in mich selbst finden."










