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Talmacsi gewinnt 5-Runden-Sprint

28. Juni 2008 - 12:04 Uhr

Gabor Talmacsi kann noch gewinnen: Der Ungar holte sich einem Sprint über fünf Runden nach der Regenunterbrechung den Sieg - Cortese toller Vierter

Gabor Talmacsi
Gabor Talmacsi holte sich in Assen den ersten Sieg in der Saison 2008
© Aspar

(Motorsport-Total.com) - Die Hektik bei der 125ern in Assen begann schon vor dem Rennen. Der Morgen war nass, doch pünktlich zum nahenden Rennstart der kleinen Klasse trocknete die Strecke rasend schnell ab. Hektisch wechselten alle zurück auf Slick-Reifen, doch der bange Blick ging gen Himmel, denn mehr Regen war jederzeit möglich.

Am besten kam am Start Bradley Smith weg, der sich sofort mit leichtem Vorsprung vor den Rest des Feldes setzte, weiter hinten stürzte Joey Litjens. Joan Olive war zu diesem Zeitpunkt Dritter und Sandro Cortese kam schon auf Rang drei nach vorn. Es gab jedoch schon einige Lücken, vor allem zwischen den ersten drei Piloten.

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Cortese dagegen musste kämpfen, Raffaele de Rosa und Marc Marquez bedrängten ihn stark. Auch Sergio Gadea war in dieser Gruppe mit dabei, doch erneut riss den Aprilia-Fahrer ein technischer Defekt aus dem Rennen! Kurze Zeit später war auch das Rennen von Randy Krummenacher vorbei - er stürzte in der letzten Schikane.

Smith und Olive setzten sich vorn bereits um fünf Sekunden vom Rest ab, dieser Rest lag aber eng beieinander - und holte nach fünf Runden auch wieder auf die Spitze auf. In dieser großen Gruppe, die zu diesem Zeitpunkt bis Rang 16 reichte, waren Cortese und auch Stefan Bradl im vorderen Teil dabei.

Die "Gruppierungen" wurden nun deutlicher. Smith fuhr vorn weg, der Vorsprung aber schrumpfte leicht, dahinter lag eine Gruppe mit vier Fahrern, in denen auch Cortese vertreten war. Zwei Sekunden dahinter führte Bradl eine weitere Gruppe an.

Der erste Schlag kam mach neun Runden: Bradley Smith ging an der Spitze liegend mit einem Highsider zu Boden, doch der Brite hatte unheimlich viel Glück. Der Regen setzte erneut ein, weshalb Smith auch wegrutschte, das Rennen wurde mit roter Flagge unterbrochen. Da er wieder aufs Motorrad kam und zurück an die Box ging, konnte er im zweiten Rennteil wieder an den Start. Doch Smith humpelte, sein linkes Bein schmerzte.

Der "Sprintteil" ging nur noch über fünf Runden und die Strecke war schon wieder trockener als im ersten Rennteil, sogar die Sonne kämpfte sich schon leicht durch die Wolken hindurch. Smith startete als neuer Polesetter, gefolgt von Nicolas Terol und Olive. Cortese stand als Fünfter am Start, Bradl als Siebter. Unglücksrabe war Efren Vazquez, der als Vierter hätte starten dürfen, sein Motorrad aber wegwarf und kein Ersatzmotorrad hatte. Das gleiche Schicksal traf auch Marquez.

Fünf Runden mussten nun entscheiden, und Terol übernahm nach dem Start die Spitze, Smith folgte, dann Olive. Der Kampf um die Spitzenplätze wurde hart ausgefochten, inmitten dabei auch Cortese. Schon nach einer Runde setzten sich Olive und Terol vorn leicht ab, Cortese führte die Verfolgergruppe an, in der nun Simone Corsi und Talmacsi wieder aufdrehten.

Sie sonne schien nun immer freundlicher, während sich alles wieder eng zusammenschob. Olive, Corsi, Talmacsi - so ging es an der Spitze in die letzte Runde. Nun fielen alle über Olive er - und Esteve Rabat nutze den Windschatten von drei Motorrädern und lag plötzlich ganz vorn. In der Schikane war dann wieder alles anders - sechs Fahrer, sechs Linien. Und als erster kam Talmacsi heraus.

Der Ungar gewann somit einen - durch die Rennunterbrechung - spannenden 125er Grand Prix. Olive belegte Rang zwei, Corsi wurde Dritter. Cortese kämpfte am Ende fröhlich mit und holte sich einen tollen vierten Rang vor Smith und Rabat. Stefan Bradl fiel noch bis auf den zwölften Rang zurück. Michael Ranseder holte als 14. noch zwei Zähler.

In der Weltmeisterschaft Mike di Meglio trotz des siebten Rangs in Assen die Spitze, Corsi holte jedoch auf. Bradl verlor den dritten WM-Rang, Olive, Talmacsi und Terol gingen an ihm vorbei.

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