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250er: Simoncelli gewinnt nach Barbera-Sturz

01. Juni 2008 - 13:12 Uhr

Nach den Ausfällen von Alvaro Bautista und Hector Barbera war der Weg frei für Marco Simoncelli - Tom Lüthi auf dem Podium

Marco Simoncelli
Marco Simoncelli bescherte den Fans den zweiten Italo-Sieg des Tages
© Gilera

(Motorsport-Total.com) - Die Italiener behalten beim Mugello-Grand-Prix auch nach dem Rennen der 250er-Klasse ihre weiße Weste: Marco Simoncelli (Gilera) sicherte sich mit einem kontroversen Ende den Sieg bei seiner Heimvorstellung. Die beiden Aprilia-Favoriten Alvaro Bautista und Hector Barbera schieden aus und blieben ohne Punkte.

Die Entscheidung um den Sieg fiel zwischen Simoncelli und Barbera, der in der zehnten von 21 Runden erstmals die Führung übernommen hatte. Die beiden wechselten sich in der Folge mehrere Male an der Spitze ab, bis es in der allerletzten Runde nach Start und Ziel zu einem dramatischen Zwischenfall kam: Barbera wollte aus dem Windschatten heraus in Führung gehen, aber zeitgleich wechselte auch Simoncelli die Linie, sodass Barbera schwer stürzte.

Der Polesetter blieb dabei unverletzt, ärgerte sich aber verständlicherweise grün und blau über die Aktion. Simoncelli hatte im Anschluss daran auf den letzten Kilometern keine Mühe mehr und gewann den Grand Prix knapp vor Alex Debon und Tom Lüthi (beide Aprilia), die sich über weite Strecken ein heißes Duell geliefert hatten. Am Ende zog Lüthi den Kürzeren, dennoch reichte es mit Rang drei zum besten Saisonresultat.

Nur 17 Fahrer sahen nach 21 Runden die Zielflagge - und unter den Ausfallsopfern waren auch einige prominente Piloten: Bautista schied wieder einmal in Führung liegend aus, sein Aspar-Teamkollege Hector Faubel verabschiedete sich in den Kies, genau wie Yuki Takahashi (Honda), der einen sicheren fünften Platz verlor. Unglücklich auch Lukas Pesek (Aprilia), der bis zu seinem Crash drauf und dran war, erstmals 2008 in die Weltspitze zu fahren.

In der gleichen Kurve wie Pesek erwischte es übrigens auch Ex-Weltmeister Manuel Poggiali, der in Mugello erstmals in dieser Saison richtig konkurrenzfähig war, obwohl er heute am Start auf den elften Platz zurückfiel. Im Windschatten hatte er zunächst WM-Leader Mika Kallio (KTM), der sich die Ausfälle seiner Konkurrenten in Ruhe anschaute, guter Vierter wurde und damit die Gesamtführung locker verteidigte.

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