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Yamaha: Starker Rossi & "Lorenshow"

03. Mai 2008 - 14:56 Uhr

Valentino Rossi sicherte sich als Zweiter eine tolle Ausgangsposition für das Rennen in Shanghai - Jorge Lorenzo tapferer Vierter

Valentino Rossi
Valentino Rossi lieferte heute in Shanghai eine sehr starke Leistung ab
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Valentino Rossi ist wieder da! Mit Platz zwei im Qualifying zum Grand Prix von China sicherte sich der Fiat-Yamaha-Star heute trotz seiner auf eine schnelle Runde traditionell unterlegenen Bridgestone-Reifen den hervorragenden zweiten Platz. Damit ist auch seine Zielsetzung, in Shanghai den ersten Saisonsieg zu feiern, keineswegs illusorisch.

Rossi war schon das ganze Wochenende stark unterwegs und meinte heute, er sei "ziemlich glücklich" über sein Resultat: "Schon seit Freitagmorgen sind wir gut bei der Musik. Wir haben hart mit dem Team und mit Bridgestone gearbeitet, um unsere Reifensituation im Qualifying zu verbessern, daher ist dieses Abschneiden verdient. Es ist sehr wichtig, in der ersten Reihe zu stehen, vor allem weil wir nicht wissen, ob es regnen wird oder nicht", so der 29-Jährige.

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Brivio sieht gute Siegchancen

"Wir sollten morgen konkurrenzfähig sein."
Davide Brivio

Sein väterlicher Renningenieur Davide Brivio gratulierte zunächst einmal Colin Edwards zur Pole-Position, kündigte aber noch im selben Atemzug an: "Hoffentlich sind jetzt bald wir dran!" Die Yamaha, das zeigt die Tech-3-Performance, ist momentan absolut siegfähig, also schöpft auch Brivio Mut: "Wir haben in allen vier bisherigen Sessions einen guten Job gemacht und sollten morgen konkurrenzfähig sein, wenn es trocken bleibt."

Allerdings wurde Rossis starke Vorstellung klar von der "Lorenshow" in den Schatten gestellt: MotoGP-Rookie Jorge Lorenzo - heute Morgen noch nicht einmal sicher, ob er überhaupt fahren würde - fuhr unter starken Schmerzen infolge seines gestrigen Horrorunfalls sensationell auf den vierten Platz! Der Spanier lag zwischenzeitlich sogar auf Bestzeitkurs, meisterte aber vor allem einen Highsider, der ihn diesmal nicht von der YZR-M1 warf, auf sehenswerte Art und Weise.

"Jorge überrascht uns immer wieder", staunte Teammanager Daniele Romagnoli. "Er hat heute einen unglaublichen Job gemacht, wenn man bedenkt, dass er verletzt ist. Nach dem gestrigen Sturz hätten wir von so einem Resultat nicht einmal zu träumen gewagt. Das Rennen ist zwar eine andere Geschichte, weil das eine lange Qual für ihn wird, aber hoffentlich fühlt er sich morgen schon besser. Wir wissen ja jetzt, wie tapfer dieser Kerl ist!"

Lorenzo von sich selbst überrascht

"Dieses Resultat ist erstaunlich für mich."
Jorge Lorenzo

Auch Lorenzo selbst hätte "nie" mit so einem Resultat gerechnet - als Vierter fehlten ihm gerade mal zwei Zehntelsekunden auf Rossi. Er habe nur gehofft, "überhaupt fahren zu können, aber nicht mehr. Dieses Resultat ist erstaunlich für mich - genauso wertvoll wie die drei bisherigen Pole-Positions! Trotz der Schmerzen tankt man mit so einer Leistung natürlich eine Menge Selbstvertrauen", spuckte er große Töne.

"Ich habe Schmerzen in beiden Füßen und an beiden Knöcheln, außerdem tue ich mir beim Schalten und bei Richtungswechseln schwer. Ich habe aber gezeigt, dass es geht", klopfte sich Lorenzo selbst auf die Schulter. "Der gestrige Unfall war der schlimmste meiner Karriere, aber ich hatte Glück, dass ich mich nicht schwerer verletzt habe. Die Ärzte helfen mir sehr und werden mich nun weiter behandeln, damit ich das Rennen morgen packe."

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