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Klaffenböck: Guter Start bei der TT

28. Mai 2008 - 13:52 Uhr

Bei seinem fünften Antritt auf der Isle of Man setzt Klaus Klaffenböck auf einen speziellen Motor, den der Oberösterreicher selbst mitentwickelt hat

Klaffenböck/Parzer
Klaffenböck/Parzer nehmen bei der TT diesmal das Podest ins Visier
© Klaffi

(Motorsport-Total.com) - Klaus Klaffenböck peilt diesmal auf der Isle of Man zumindest einen Podestplatz an: "Beim fünften Antreten soll es gelingen", bestätigt Klaffenböck und meint, dass er sich diesmal den Traum vom Podestplatz bei der Tourist-Trophy (TT) erfüllen will.

Der Seitenwagen-Weltmeister von 2001 kann dabei auf einen Trumpf setzen: Der neue, speziell für dieses Rennen entwickelte Motor lief im ersten TT-Zeittraining hervorragend. Klaffenböck/Parzer landeten mit dem Honda-Aggregat auf Rang drei. Dennoch sieht die Bilanz nicht sehr rosig aus: Neben einem 19. und einem achten Rang stehen bei der TT bislang nur Ausfälle zu Buche.

"Beim Debüt im Jahr 2004 waren wir mit Platz 19 unter den besten TT-Rookies aller Zeiten", erinnert sich Klaffenböck. "Dann folgte 2005 der Sprung unter die ersten Zehn - aber ab dann steht alles unter dem Motto Entwicklung", erklärt der 39-Jährige, der im August Vaterfreuden entgegenblickt. Klaffenböck war der Erste, der einen 600er-CBR-Honda-Supersport-Motor in das Seitenwagen-Gespann baute. Das Ergebnis: schnell, aber auch sehr anfällig. Die Folge: fünf technisch bedingte Ausfälle in Serie.

Im Vorjahr schien alles zu passen. Doch auf einer der langen Topspeedpassagen quittierte der Motor erneut seinen Dienst. "Wir haben viel gelernt", versichert Klaffenböck. "Und für dieses Jahr hat Honda extra einen Isle-of-Man-Motor entwickelt." Klaffenböck erläutert: "Die optimale Leistung erreichten wir im Vorjahr bei 16.000 Umdrehungen, das war zu viel. Der neue 600er erreicht schon bei 14.500 Umdrehungen die volle Höchstgeschwindigkeit."

So wird auf der Insel die Höchstgeschwindigkeit von etwa 260 km/h knapp eine Minute lang gehalten. In der MotoGP zum Vergleich misst die längste Gerade in Shanghai 1.202 Meter - dafür benötigen die MotoGP-Asse etwa 17 Sekunden.

Vor dem ersten Zeittraining am Montag gab es noch eine positive Überraschung für Klaffenböck: Gerhard Holy, der schon für McLaren in der Formel 1 tätig war, entwickelte eine neue Zündkurve für die Isle of Man - eine Zündkurve, die nur Klaffenböck zur Verfügung hat. Damit landeten Klaffenböck/Parzer auf Rang drei, vier Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit.

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