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Bradl nimmt WM-Krone ins Visier
Mit einem strategisch cleveren Rennen fuhr Stefan Bradl im Regen von Shanghai auf Rang fünf - Ausgangslage in der Fahrer-WM exzellent
(Motorsport-Total.com/sid) - Als die Weltelite gleich reihenweise ins Kiesbett rutschte, nahm Stefan Bradl im Regenchaos von Shanghai erstmals den WM-Titel ins Visier: "Ich bin absolut happy. Wenn es so weiterläuft, dann können wir bald über den Titel reden", sagte Deutschlands Motorradhoffnung. Der 18-Jährige hatte nach einer taktisch guten Leistung beim China-Grand-Prix Platz fünf belegt.
Elf Punkte trennen Bradl nach dem vierten WM-Lauf noch von Spitzenreiter Simone Corsi, der am Sonntag wie fast alle Topfahrer große Probleme hatte und nach einem Sturz das Rennen nicht beendete: "Schadenfreude kommt da nicht auf", meinte der nun fünftplatzierte Bradl, "aber wenn sie ins Kiesbett segeln, weiß man natürlich, dass man immer weiter vorrückt."

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Clevere Strategie im Rennen
"Mein Team und ich haben wieder einmal super zusammengearbeitet", erklärte er. "Über diesen fünften Platz bin ich sehr happy. Ich habe gesehen, wie die andern das Rennen in den ersten Runden sehr schnell angegangen sind. Ich wusste aber, dass ich über die Distanz gesehen wieder dabei sein werde. Wir hatten uns vor dem Rennen für einen angefahrenen Vorderreifen entschieden - das war eine sehr gute Entscheidung."
Der Jungstar fuhr mit einem neuen Hinterreifen bei "beschissenen Bedingungen" ein kontrolliertes Rennen und heimste ein Lob seines Vaters Helmut ein, der einst Vizeweltmeister geworden war: "Ich muss dem Jungen wirklich Respekt zollen. Es war schließlich erst das dritte Regenrennen der Karriere. Er ist clever gefahren", sagte Bradl Sr. Es sei jedoch vermessen, von höheren Zielen zu sprechen: "Auf einen Titel können wir noch nicht fahren."
Lob vom Teamchef
Teamchef Stefan Kiefer war sehr zufrieden: "Wenn das Rennen so ereignisreich verläuft, ist Platz fünf eine Superleistung. Es hätte nicht besser laufen können. Stefan ist mit der provisorischen Pole-Position am Freitag super in das Wochenende gestartet. Dann noch die gute Leistung im Qualifying, das war völlig in Ordnung. Im Rennen dann noch der fünfte Platz - genau die Position, auf der wir in der WM stehen, das ist perfekt."
Zwischen den Rängen fünf und acht könne Bradl "problemlos fahren", er habe exakt die Erwartungen erfüllt, lobte Kiefer seinen hoffnungsvollen Schützling. Und der Aprilia-Pilot selbst sagte mit Blick auf das WM-Klassement: "Zwei Punkte auf Platz zwei - schön." Nach hinten hat er nach vier von 18 Rennen schon 16 Zähler Luft.










