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Trotz Ausfall: Dovizioso zufrieden
Bis in die 17. Runde war Andrea Dovizioso der stille Held des Rennens in Estoril, wegen eines Fahrfehlers wurde er aber zur tragischen Figur
(Motorsport-Total.com) - Neben Rookie-Superstar Jorge Lorenzo hat sich Andrea Dovizioso von den Neulingen bisher am besten in der MotoGP-WM etabliert. Diesen Eindruck bestätigte er auch heute wieder: Der 22-Jährige fuhr beim Grand Prix von Portugal in Estoril 16 Runden lang ein sensationelles Rennen, ehe der jugendliche Übermut mit ihm durchging und er sich plötzlich im Kiesbett fand.
Was war passiert? "Der Crash", erklärte Dovizioso, "war nur eine Folge dessen, dass ich maximal gepusht habe. Ich fuhr zu schnell in die Kurve und verlor die Front. Angesichts meiner Leistung mache ich mir aber keine Vorwürfe - so etwas passiert eben!" Auch sein JiR-Scot-Team nahm ihn in Schutz: "Trotz des Unfalls war es ein guter Tag, denn Andrea hat bewiesen, wie schnell er ist, und er wird aus der Sache lernen", meinte Teamchef Gianluca Montiron.
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Podestplatz in greifbarer Nähe
Bis zum Ausfall war Dovizioso die große Sensation des Rennens: Nach einem guten Start lag er von Anfang an an vierter Position und fuhr im Windschatten der führenden Piloten Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Valentino Rossi. Allerdings war er mit seiner Honda RC212V dermaßen am Limit, dass er großes Risiko eingehen musste, um diese Pace zu halten. Im Nachhinein betrachtet wäre dennoch ein Podestplatz drin gewesen, denn Rossi baute in den letzten Runden stark ab.
Aber: "Ich bin ein gutes Rennen gefahren und das macht mich glücklich", trug der JiR-Scot-Honda-Fahrer seinen Patzer mit Fassung. "Ich konnte einen erstaunlichen Rhythmus gehen und war um eine halbe Sekunde schneller als meine Pace in den Freien Trainings! Ich gebe halt nie auf, darum wollte ich unbedingt den Anschluss zur Führungsgruppe halten. Mein Ziel ist es immer, das bestmögliche Resultat für mich und das Team zu holen."
Wichtige Erfahrung für die Zukunft
"Meine Performances", fuhr er fort, "werden immer besser, nicht nur während des Wochenendes, sondern auch im Rennen. Es war eine tolle Erfahrung, den drei Topfahrern zu folgen, und ich habe dabei viel gelernt. Jetzt müssen wir das Potenzial unserer Honda voll ausschöpfen und die besten Chassis- und Motoreneinstellungen finden, um so einen Rhythmus gehen zu können, ohne ans Limit gehen zu müssen, denn das war heute noch notwendig."
Teammanager Cirano Mularoni streute seinem Schützling abschließend Rosen: "Er hatte zwei Möglichkeiten: entweder pushen und auf das Podium gehen oder auf Platz vier fahren. Er hat gepusht, hat alles versucht, um das große Resultat zu holen - der Crash hat nur die Namen auf dem Resultatszettel verändert. Bis zu dem Punkt war es aber ein fantastisches und sehr ermutigendes Rennen für uns."










