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Melandri: "Ich bin momentan nur Zuschauer"

24. April 2008 - 06:50 Uhr

Marlboro-Ducati-Star Marco Melandri gesteht offen seine derzeitige Situation und findet auch harte Worte für sich selbst

Marco Melandri
Melandri über sich: "Die Bewegungen sehen langsam und behebig aus"
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Marco Melandri klingt derzeit nicht wirklich positiv, wenn er über seine Anpassungsprobleme im Marlboro-Ducati-Werksteam spricht. "Jedes Mal, wenn ich glaube, es geht etwas besser, taucht ein anderes Problem auf", erklärt der 25-Jährige aus Ravenna. "Am Anfang habe ich versucht, die Probleme durch noch mehr Risiko in den Griff zu kriegen. Dann habe ich das negative Resultat gesehen und mich zurückgezogen."

Melandri gesteht auch, dass er die ersten drei Rennen nicht mehr Revue passieren lassen will: "Ich habe mich bislang nicht darum bemüht, die Rennen nochmals zu sehen. Wenn ich aber Ausschnitte sehe, dann frage ich mich, ob der Kerl auf der Ducati wirklich ich selbst bin. Es sieht eher so aus wie jemand, der noch nie Motorrad gefahren ist. Es sieht schwach, unsicher und von den Bewegungen her langsam aus."

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Melandri erinnert sich mit Wehmut an die Zeit bei Honda-Gresini: "Vor wenigen Monaten in Sepang habe ich mich wie eine Katze gefühlt. Ich konnte alles versuchen und das Motorrad hat das auch gemacht. Die Rutschphasen vor dem Kurveneingang waren ein Vergnügen. Derzeit spüre ich den Asphalt gar nicht, ich bin eigentlich ein Zuschauer. Aber nach zwei Kurven sehe ich niemanden mehr."

Die Hoffnung und den Glauben an Ducati gibt Melandri dennoch nicht auf: "Ich glaube weiter an den Fortschritt, in der Fabrik wird hart gearbeitet. Ein Kollege hat mir einen interessanten Spruch verraten: Ein Tag auf einer Stiege fühlt sich härter an als eine ganze Woche im Lehnstuhl."