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Lorenzo erfolgreich operiert

15. April 2008 - 19:30 Uhr

Jorge Lorenzo hat sich in Barcelona wie erwartet einer Operation des Unterarms unterzogen - Start in Shanghai scheint nicht gefährdet zu sein

Jorge Lorenzo und Dr. Xavier Mir
Kann schon wieder lachen: Jorge Lorenzo mit Dr. Xavier Mir
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Nach seinem Sieg beim Grand Prix von Portugal am Sonntag spielte Jorge Lorenzo aufgrund seiner schon länger anhaltenden Unterarmbeschwerden mit dem Gedanken, sich einer Operation zu unterziehen. Gesagt, getan: Gestern Nachmittag legte sich der in der Fahrer-WM führende Fiat-Yamaha-Star bei Dr. Xavier Mir in Barcelona unters Messer.

Lorenzo litt am Kompartmentsyndrom und wollte sich endlich behandeln lassen: "Ich stand bei allen drei Rennen unter Schmerzen, auch in Portugal, und da war es manchmal schwierig, ans Limit zu gehen. Daher war mir klar, dass ich mich operieren lassen muss", so der 20-Jährige. Den Zeitpunkt wählte er ganz bewusst so, denn zwischen Estoril und Shanghai sind drei Wochen Pause, in denen er sich zu Hause in London in Ruhe erholen kann.

China-Grand-Prix fest eingeplant

"Der Doktor hat mir versprochen, dass ich in Shanghai wieder fahren kann", sagte Lorenzo heute in Barcelona in Bezug auf den China-Grand-Prix am 4. Mai. "Ich habe jetzt ein bisschen Zeit, um mich zu erholen, und ich werde alles unternehmen, um in China in guter Form zu sein. Ich werde so oder so dort sein, selbst wenn ich mit einer Hand fahren muss!" Mama Lorenzo, die heute ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesend war, soll ihren Beitrag dazu leisten.

Dr. Mir bezeichnete die Operation als Erfolg: "Die Wunden verheilen schnell. Wir haben uns entschieden, nur einen Arm zu operieren, denn so hat Jorge bessere Chancen, in China fit zu sein. Viele Fahrer haben sich schon so einer Operation unterzogen. Dabei hat sich oftmals gezeigt, dass ein Arm ausreicht. Jorge beginnt jetzt mit der Genesung. Bei einem Spitzenathleten wie ihm sollte das schneller gehen als sonst", so der Spanier.

Angst vor der Operation

Lorenzo selbst gab zu, dass er vor der Operation ein wenig Angst hatte, aber er wollte nicht mehr bis auf die Sommerpause warten. Im Nachhinein konnte er dann auch schon wieder lächeln: "Ich bin sehr glücklich, denn alles ist genauso gut gegangen, wie wir es uns erhofft hatten. Im Moment glauben wir, dass die Operation von nur einem Arm ausreicht, aber das werden wir uns nach dem nächsten Rennen noch einmal anschauen", erklärte er.

Das Kompartmentsyndrom tritt bei Motorradfahrern aufgrund der Lenkerposition recht häufig auf. Dabei handelt es sich um einen erhöhten Gewebedruck, der bevorzugt im Unterarm oder Unterschenkel auftritt und zu einer schlechten Durchblutung der Muskelmasse führt. Muskeln wie auch Nerven können dadurch massiv geschädigt werden, wenn man länger nichts unternimmt. Yamaha hat für Lorenzo aber bereits die Position der Griffe angepasst.

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