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Hayden absolviert Jungfernfahrt in Indianapolis

08. April 2008 - 17:57 Uhr

Auf einer 1909er-Indian absolvierte Nicky Hayden die erste Runde auf dem neuen MotoGP-Kurs in Indianapolis: "Ein einzigartiges Erlebnis"

Nicky Hayden
Nicky Hayden: Links sein MotoGP-Bike, rechts die 1909er-Indian
© IMS

(Motorsport-Total.com) - Ex-Weltmeister Nicky Hayden hatte am Sonntag die große Ehre, als erster Rennfahrer mit einem Motorrad den umgebauten Grand-Prix-Kurs am Indianapolis Motor Speedway einzuweihen. Der Amerikaner drehte die erste Runde auf der Strecke, auf der am 14. September der zweite US-WM-Lauf der Saison stattfinden wird, mit einer Indian aus dem Jahr 1909.

Die Auswahl des Motorrads für diesen besonderen Anlass war keineswegs Zufall, sondern hatte einen bestimmten Grund, denn die restaurierte Indian war schon 1909 beim allerersten Zweiradrennen in Indianapolis am Start. Hayden wunderte sich beim Aufsteigen, dass dieses spartanisch ausgestattete Bike überhaupt läuft, aber als er dann bei Start und Ziel eigenen Angaben nach fast 100 km/h erreichte, war er einigermaßen baff.

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Erste Runde im Retro-Look

Sein Auftritt nach dem Besuch im Indy-Museum war absolut stilecht, mit Schutzkleidung aus dem frühen 20. Jahrhundert: "Die Lederkombi, der Helm - das hat mir fast am besten gefallen an der Aktion", grinste der MotoGP-Champion von 2006. "Die Jungs damals waren echte Männer, denn ich kann mir nicht vorstellen, mit so einem Motorrad hier Rennen zu fahren. Es war ein einzigartiges Erlebnis und eine große Ehre für mich, der erste Fahrer auf diesem berühmten Speedway zu sein."

Nach der Showfahrt wechselte Hayden dann auf eine Honda CBR1000, mit der er erste Eindrücke sammeln konnte. Zu beanstanden hatte er nichts: "Mein erster Eindruck ist gut. Ich sehe nichts, worüber man sich den Kopf zerbrechen müsste." Die erste Kurve, die mit voller Geschwindigkeit erreicht wird und vom legendären Oval wegführt, sei zwar "schwierig und rutschig", aber "da, wo die Formel 1 fährt, hat es genug Grip. In Kurve eins werden wir viele Überholmanöver sehen."

Beeindruckt von der langen Geraden

Indianapolis Motor Speedway
Der Indianapolis Motor Speedway ist eine beeindruckende Rennanlage
© IMS

"Ich habe vorher schon eine Streckenskizze gesehen und mir im Internet Fotos angeschaut, aber mir war nicht klar, wie schnell die lange Gerade tatsächlich sein würde. Da braucht man viele PS! Und es ist wichtig, aus der letzten Kurve gut herauszukommen", analysierte der 26-Jährige. Alles in allem freut er sich schon auf den zweiten US-Grand-Prix neben Laguna Seca: "Wegen des berühmten Namens von Indianapolis wird das eine große Sache für die MotoGP!"

Vor allem freut sich Hayden aber darauf, dass er endlich einmal seinen kompletten Familien- und Freundeskreis zu einem seiner Rennen einladen kann: "Wir sind zwar auch die vergangenen Jahre schon in Kalifornien gefahren, aber das ist aus Kentucky trotzdem eine ganz schön lange Reise. Diesmal haben sie aber keine Entschuldigung mehr, denn Indianapolis ist gerade mal drei Stunden von zu Hause entfernt..."