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125er: Corsi gewinnt - Bradl chancenlos

13. April 2008 - 16:29 Uhr

Simone Corsi gewann das 125er-Rennen in Estoril vor Joan Olive und Nicolas Terol und baute damit seine WM-Führung aus - Stefan Bradl Achter

Simone Corsi
Simone Corsi feierte in Estoril seinen zweiten Saisonsieg nach Jerez
© Aprilia

(Motorsport-Total.com) - Allzu aufregend waren schon die Rennen in den beiden anderen Klassen nicht, und der abschließende 125er-Grand-Prix von Portugal in Estoril sollte da bei trockenen Bedingungen keine Ausnahme darstellen: Simone Corsi (Aprilia) sicherte sich den Sieg vor den beiden Spaniern Joan Olive (Derbi) und Nicolas Terol (Aprilia) und baute damit seine WM-Führung aus.

Für Stefan Bradl setzte es zwar keinen echten Rückschlag, aber der Kiefer-Aprilia-Pilot kam doch ein wenig am Boden der Realität an und hatte mit der Vergabe der Podestplätze erstmals in diesem Jahr nichts zu tun. Dennoch fuhr er einen soliden achten Rang ein, der ihm wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaft bescherte, in der er nun an vierter Stelle liegt. Besonders erfreulich war auch heute wieder die Konstanz des Zahlingers.

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Terol zu Beginn in Führung

Am Start setzte sich zunächst Terol vor Daniel Webb (Aprilia), Corsi, Bradley Smith, Sergio Gadea (beide Aprilia) und Bradl an die Spitze. Weltmeister Gabor Talmacsi (Aprilia) kam als Neunter aus der ersten Runde zurück, wurde aber schon nach wenigen Umläufen als Fünfter geführt. Ganz vorne bildete sich indes eine Spitzengruppe mit Corsi, Olive, Terol und Smith, die sich auf der langen Geraden gegenseitig mit dem Windschatten aushelfen konnten.

Der große Verlierer der Anfangsphase war Steve Bonsey (Aprilia), der vom zweiten auf den 13. Platz zurückfiel, dann aber im engen Verfolgerfeld ein kämpferisches Rennen fuhr und schlussendlich starker Vierter wurde. Bonsey profitierte vom Ausfall von Smith (Highsider) und vom gegen Ende hin abbauenden Talmacsi, der trotz eines Vorsprungs noch von einigen Konkurrenten geschluckt und nach 23 Runden als Sechster ausgespuckt wurde.

Corsi und Olive fast Rad an Rad

Joan Olive
Joan Olive lieferte eine starke Leistung ab, wurde als Zweiter knapp geschlagen
© Derbi

An der Spitze lief es am Ende auf ein Duell zwischen Corsi und Olive hinaus, wobei Corsi alles richtig machte, mit genug Vorsprung auf die Zielgerade einbog und damit zwei Wochen nach Jerez seinen zweiten Saisonsieg sicher nach Hause fahren konnte. Terol kam mit gut sechs Sekunden Rückstand als Dritter ins Ziel. Bradl konnte in der sechs Mann starken Verfolgergruppe der Top 3 diesmal keine Akzente setzen und wurde Achter.

Von den Fernsehkameras unbemerkt fuhr Sandro Cortese (Aprilia) wieder ein tapferes Rennen, denn der Deutsche kam zwar nach einem erneut verpatzten Start nur als 23. aus der ersten Runde zurück, zündete dann aber den Turbo, profitierte von einigen Rennsituationen und sammelte als Zehnter gute Punkte. Auch der Schweizer Dominique Aegerter (12./Derbi) und der Österreicher Michael Ranseder (14./Aprilia) fuhren ein zählbares Resultat ein.

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