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Yamaha: Lorenzo weist Rossi in die Schranken

08. März 2008 - 02:19 Uhr

Jorge Lorenzo lieferte am ersten Tag in Katar eine tolle Performance ab und stellte mit seinen Michelin-Reifen Valentino Rossi in den Schatten

Jorge Lorenzo
Jorge Lorenzo wünscht sich wohl auch für das Rennen kühle Temperaturen
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Wer hätte das gedacht? Nach dem ersten Trainingstag der neuen MotoGP-Saison in Katar war gestern Jorge Lorenzo schnellster Yamaha-Pilot. Der amtierende 250er-Weltmeister kam bis auf ein paar Tausendstelsekunden an Casey Stoner heran und nahm seinem Teamkollegen Valentino Rossi mehr als sieben Zehntelsekunden ab.

"Ich hätte nicht gedacht, nach dem ersten Tag meines ersten MotoGP-Wochenendes Zweiter zu sein", strahlte Lorenzo. "Vorne fehlt mir noch ein bisschen das Gefühl und ich hätte gerne mehr Grip, aber das wird Schritt für Schritt besser. Wir haben verschiedene Reifen ausprobiert, die Michelins scheinen gut zu funktionieren. Ich bin zufrieden mit der Pace, aber trotz dieses zweiten Platzes denke ich noch nicht an das Resultat, sondern nur an meine Arbeit."

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Lorenzo profitiert von den Bedingungen

Zugegeben, der Spanier hatte ein bisschen Glück mit den Bedingungen, denn je kälter es wird, desto besser sehen seine Michelin- im Vergleich zu Rossis Bridgestone-Reifen aus. So schaffte Rossi in der zweiten Session keine Verbesserung mehr, während Lorenzos YZR-M1 um fast eine halbe Sekunde schneller wurde. Die Ironie an der Geschichte: Rossi selbst war es, der unbedingt zu Bridgestone wechseln wollte...

"Am frühen Abend war es wärmer als beim Test vorige Woche, das war gut für uns", analysierte der siebenfache Weltmeister. "Ich war nahe an den Schnellsten dran. Leider war es dann aber im zweiten Training wieder sehr rutschig - und das schadete uns ganz besonders. Wir hatten einfach nicht genug Grip und konnten die Zeit nicht verbessern." Das will er nun mit einer etwas härteren Abstimmung in den Griff bekommen.

Es liegt nicht an der Yamaha

Rossis Renningenieur Davide Brivio macht sich indes noch keine Sorgen, schließlich scheint es wenigstens nicht an der YZR-M1 zu liegen: "Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass die andere Yamaha so gut funktioniert, denn das beweist, dass das Motorrad sehr gut ist und dass wir nur etwas finden müssen, um auch mit Valentino hinzukommen. Wir wissen, dass wir das können", erklärte der Italiener.

Übrigens: Rossi entschuldigte sich für die Kollision mit Dani Pedrosa, der ihm hinten auffuhr, aber er sah die Schuld nicht bei sich selbst, "denn ich fuhr ganz normal schnell, eher fast schnell genug für eine neue Bestzeit. Er war hinter mir aber noch schneller und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, als er aus der Kurve beschleunigte, und daher krachte er mir hinten rein. Das war einfach Pech." Pedrosa dürfte das freilich anders sehen...

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