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Stoner: "Das war wie bei den 125ern!"

09. März 2008 - 23:57 Uhr

Casey Stoner freute sich ganz besonders über seinen hart erkämpften Sieg in Katar - Marco Melandri mit starker zweiter Rennhälfte

Casey Stoner
Casey Stoner gewann gestern in Katar den elften Grand Prix seiner Karriere
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Mit seinem elften Grand-Prix-Sieg eröffnete der amtierende Weltmeister Casey Stoner gestern in Katar die neue MotoGP-Saison. Der Australier, von Platz vier ins Rennen gestartet und nach der ersten Runde nur Fünfter, hatte nur zu Beginn Schwierigkeiten mit der Konkurrenz, fuhr dann aber einem sehr abgeklärten Triumph entgegen.

Weil die Motorräder auf dem Losail Circuit sehr viel Benzin schlucken und die Tanks auf 22 Liter Kapazität beschränkt sind, hielt sich Stoner anfangs vornehm zurück. Nach den ersten paar Runden drehte er aber mächtig auf - und nach einem kompromisslosen Überholmanöver gegen Dani Pedrosa lag er nach der achten Runde erstmals in Führung. Diese ließ er sich anschließend nicht mehr entreißen, auch wenn ihm Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo lange wie ein Schatten folgte.

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Stoner fühlte sich an die 125er erinnert

"Das war ein fantastisches Rennen, ich habe es wirklich genossen."
Casey Stoner

"Das war ein fantastisches Rennen, ich habe es wirklich genossen", strahlte Stoner. "Es war fast wie bei den 125ern! Die ersten paar Runden waren wirklich hektisch, es gab mehrere Berührungen und ich wollte mich einfach nur aus allem heraushalten. Als ich meine Chance sah, ergriff ich sie aber - und dann ging ich halt meine Pace. Jorge ist brillant gefahren. Es war wirklich kein einfaches Rennen, vor allem zu Beginn nicht."

"In den ersten paar Runden hatte ich wenig Grip, aber dann kamen die Reifen auf Temperatur und wurden besser", sagte der Australier über seine Bridgestone-Gummis. "Wir wussten, dass wir für das Rennen ein ziemlich gutes Paket haben würden, aber wir konnten uns natürlich nicht sicher sein, dass es so gut laufen würde. Ich möchte mich bei allen bei Ducati bedanken, beim Team und bei den Bridgestone-Jungs. Dankeschön!"

Und weiter: "Das war mal ein perfekter Start, aber das ist nicht alles. Das erste Rennen bedeutet nicht, dass man die Weltmeisterschaft automatisch gewinnt, aber es hilft sicher sehr. Die nächsten paar Strecken sind nicht perfekt für unser Paket, aber ich glaube, dass wir den Schaden minimieren können. Warten wir ab. Dieser Sieg ist schön, denn er erinnert mich und das Team daran, dass wir Weltmeister sind und vorne fahren können."

Melandri weiterhin mit Schwierigkeiten

"Das Rennen war an diesem Wochenende definitiv das Highlight."
Marco Melandri

Teamkollege Marco Melandri erlebte im Gegensatz dazu ein schwieriges Wochenende, denn der routinierte Italiener hat genau wie sein Vorgänger Loris Capirossi enorme Schwierigkeiten damit, die eigenwillige Charakteristik des leistungsstarken Desmosedici-Motors zu bändigen. Nach Platz 16 im Qualifying dümpelte er im Rennen anfangs mit den Alice-Ducatis und Anthony West herum, erst in der zweiten Rennhälfte fuhr er noch auf Rang elf nach vorne.

"Ich hatte einen tollen Start, aber es kamen mir andere Fahrer in die Quere und ich verlor ein paar Positionen. Das ist so weit hinten normal", so Melandri. "In den ersten Runden war die Front nicht gut, beim Überholen von Elias kam ich von der Linie ab. Je länger das Rennen dauerte, desto besser wurde es aber. Ich fühlte mich immer wohler. Das Rennen war an diesem Wochenende definitiv das Highlight. Das ist ermutigend."

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