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Rossi in Katar wegen Bridgestone ohne Chance

10. März 2008 - 04:49 Uhr

Vor allem wegen seiner Bridgestone-Reifen hatte Valentino Rossi in Katar keine Chance auf den Sieg - Führung war nur von kurzer Dauer

Valentino Rossi vor Andrea Dovizioso
Andrea Dovizioso konnte sich Valentino Rossi nicht ganz vom Leib halten
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Viele fragen sich, ob Valentino Rossis Entscheidung, von Michelin- auf Bridgestone-Reifen zu wechseln, richtig war. Zur endgültigen Abrechnung wird es am Jahresende kommen, aber zumindest beim gestrigen Saisonauftakt in Katar war der Yamaha-Werkspilot mit seinen neuen Pneus chancenlos, während sein Teamkollege auf Michelins, Jorge Lorenzo, starker Zweiter wurde.

Rossi erwischte einen guten Start aus der dritten Reihe und machte gleich einmal zwei Positionen gut, flog anfangs regelrecht um den Losail Circuit und übernahm in der fünften Runde sogar die Führung. Diese hielt er auch für drei Umläufe, ehe er erst von Casey Stoner geschnappt und dann sukzessive nach hinten durchgereicht wurde. Am Ende verlor er in einem sehenswerten Duell gegen Andrea Dovizioso auch noch den vierten Platz.

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Rossi von der langsamen Pace überrascht

"Wir waren auf ein schwieriges Rennen eingestellt, aber nicht so schwierig."
Valentino Rossi

"Wir waren auf ein schwieriges Rennen eingestellt, aber nicht so schwierig. Vom ersten Nachttest an waren wir hier in Katar nicht schnell genug, aber trotzdem dachte ich, dass wir um das Podium kämpfen würden", so Rossi. "Nach fünf oder sechs Runden fuhr ich 56.4er- und 56.6er-Zeiten, aber ich konnte mich nicht weiter steigern. Auf der Bremse war ich sehr gut unterwegs, aber in den Kurven verlor ich Zeit."

Ausschlaggebend für seine schwere Niederlage am Saisonbeginn war mit Sicherheit nicht die YZR-M1, denn wozu die in der Lage gewesen wäre, das stellte Lorenzo eindrucksvoll unter Beweis. Vielmehr scheiterte es an den Bridgestone-Reifen, die bei den kühlen Temperaturen in der Nacht noch schwieriger zum Funktionieren zu bringen waren als die Michelins. Nur Stoner war dagegen wieder einmal immun.

Vertrauen in Bridgestone unverändert

"Wir wissen, dass unsere Bridgestone-Reifen besser als heute funktionieren können."
Valentino Rossi

Rossi ist aber davon überzeugt, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist: "Wir wissen, dass unsere Bridgestone-Reifen besser als heute funktionieren können und werden, denn es sind Siegerreifen, wie man heute ja auch wieder gesehen hat. Wir waren im Winter auf allen Strecken schnell, auf denen wir getestet haben, nur hier nicht. Das war heute nicht anders", analysierte der 29-jährige Italiener.

Und Teamdirektor Masahiko Nakajima fügte an: "Das war unser erstes Nachtrennen. Durch die kühlen Temperaturen war es schwierig, die Reifen zu handhaben. Außerdem war auch der hohe Benzinverbrauch eine Sorge. Wir haben intensiv mit Bridgestone gearbeitet, um ein gutes Paket zu finden, aber heute Nacht haben wir das leider nicht geschafft. Jetzt müssen wir genau analysieren, wie es dazu kommen konnte."

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