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Jerez: Corsi gewinnt, Bradl starker Vierter

30. März 2008 - 12:02 Uhr

Simone Corsi verhinderte im 125er-Rennen in Jerez einen spanischen Heimsieg durch Nicolas Terol - Stefan Bradl nach kämpferischer Leistung Vierter

Simone Corsi
Simone Corsi sicherte sich einen tollen Sieg beim Spanien-Grand-Prix
© Aprilia

(Motorsport-Total.com) - Nicolas Terol hatte sich heute große Hoffnungen gemacht, seinen Heim-Grand-Prix in Jerez zu gewinnen, aber schlussendlich wurde aus diesem Traum nichts. Stattdessen sicherte sich den Sieg in der 125er-Klasse sein Aprilia-Markenkollege Simone Corsi, der eine überzeugende Vorstellung ablieferte und damit die Führung in der Weltmeisterschaft übernahm.

Stefan Bradl verpasste diesmal einen Podestplatz knapp, aber der Kiefer-Aprilia-Pilot sorgte für ein furioses Finale, als er mit Bradley Smith auf der Polaris-World-Aprilia um den dritten Platz kämpfte. Auf der Linie waren die beiden gerade mal durch ein paar Tausendstelsekunden getrennt, aber auch Rang vier bedeutete für den Zahlinger Bradl ein hervorragendes Resultat - und die Bestätigung des sensationellen Auftakts in Katar.

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Corsi der klar dominierende Mann

Am Start verlor der Deutsche zunächst einen Platz, während Nicolas Terol (Aprilia) die Führung vor Smith übernahm. Bradl kam als Fünfter aus der ersten Runde zurück; vorne übernahm bereits Corsi die Spitze, die er nie wieder abgeben sollte. Einen schlechten Start hatte indes Sandro Cortese (Aprilia), denn der Emmi-Caffè-Latte-Fahrer wurde zunächst nur als 24. geführt, kämpfte sich aber bis ins Ziel noch auf Rang zehn nach vorne.

Während sich an der Spitze zwei Dreiergruppen mit Terol, Smith und Corsi beziehungsweise Bradl, Pablo Nieto (KTM) und Steve Bonsey (Aprilia) bildeten, erlitt das Aspar-Aprilia-Team auf heimischem Boden eine ganz bittere Schlappe: Weltmeister Gabor Talmacsi rollte in der vierten Runde mit technischen Problemen aus, Sergio Gadeas Nachmittag endete im Kiesbett. Der mit einer Wildcard ausgestattete Lokalmatador Axel Pons (Aprilia) schied ebenfalls aus.

Relativ früh im Rennen setzten sich dann der spätere Sieger Corsi und Terol von ihren Verfolgern ab - und im Finish ließ Corsi seinem Kontrahenten überhaupt keine Chance mehr, setzte er sich binnen einer einzigen Runde um mehr als drei Sekunden ab. Dafür ging es dahinter bei der Vergabe des dritten Platzes zwischen Bradl und Smith umso spannender zu; Nieto konnte nicht mehr mitmischen und wurde Fünfter.

Packendes Finale zwischen Smith und Bradl

Stefan Bradl
Stefan Bradl hätte mit ein bisschen Glück die WM-Führung übernehmen können
© Kiefer

Bradl beobachtete Smith über mehrere Runden hinweg, hatte den besseren Topspeed auf der Geraden und sparte sich seinen Angriff für die letzte Runde auf. Tatsächlich ging er in dieser am Briten vorbei, aber Smith konnte kontern und eroberte den dritten Platz zurück. Die letzte Attacke lancierte Bradl dann beim Herausbeschleunigen aus der letzten Kurve, bei Start und Ziel fehlten aber 36 Tausendstelsekunden. Vorwerfen muss sich der neue WM-Zweite deswegen jedoch nichts.

Hinter den Top 5, die innerhalb von 6,254 Sekunden lagen, klassierten sich Bonsey, der blutjunge Scott Redding (Aprilia), der starke Schweizer Dominique Aegerter, Mike di Meglio (beide Derbi) und Cortese in den Top 10. Der Österreicher Michael Ranseder kam mit seiner IC-Aprilia besser zurecht als an den Trainingstagen, schrammte aber nach anfangs guter Aufholjagd als 16. um knapp eine Sekunde an einem WM-Punkt vorbei.

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