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Jenkner: "Interesse wird gleich bleiben"

07. März 2008 - 17:55 Uhr

Ex-Grand-Prix-Pilot Steve Jenkner fürchtet keinen Einbruch des deutschen Interesses an der Motorrad-WM, kritisiert aber die Nachwuchsarbeit

Stefan Bradl
Stefan Bradl ist eines der wenigen deutschen Talente im Grand-Prix-Zirkus
© Blusens

(Motorsport-Total.com) - Steve Jenkner befürchtet 2008 im Vergleich zu den vergangenen Jahren kein rückläufiges Interesse an der Motorrad-WM in Deutschland, obwohl die Bundesrepublik seit dem Rausschmiss von Alex Hofmann bei D'Antin keinen Fahrer mehr in der Königsklasse hat.

Der ehemalige Grand-Prix-Sieger in der 125er-Klasse ist diesbezüglich optimistisch, "denn in Deutschland gibt es viele Fans von Valentino Rossi", wie er in einem Interview mit 'Eurosport' erläuterte. "Außerdem sind in der 125er-Klasse drei deutsche Fahrer unterwegs. Deshalb denke ich, dass das Interesse gleich bleiben wird. Insgesamt gesehen ist es natürlich schade, dass kein deutscher Pilot in der MotoGP am Start ist."

Umso stärker vertreten ist Deutschland dafür in der 125er-Klasse, in der mit Stefan Bradl, Sandro Cortese und Robin Lässer gleich drei Landsleute von Jenkner unterwegs sind: "Sandro ist schon seit ein paar Jahren dabei. Er hat bereits viele Erfahrungen sammeln können. Bradl auch. Beide müssten in dieser Saison das Potenzial haben, in die Top 10 zu fahren. Ich denke auch, dass ein Podestplatz im Bereich des Möglichen liegt", so Jenkner.

Dass Bradl nach seinem Rücktritt vom Rücktritt nun doch wieder ein Grand-Prix-Team gefunden hat und noch dazu auf einer werksunterstützten Aprilia antreten kann, sieht er als Bestätigung für die Arbeit von Sohn und Vater Bradl: "Am Ende haben beide alles richtig gemacht, denn Bradl ist in dieser Saison in einem guten Team und fährt ein Werksmotorrad in der Weltmeisterschaft. Das ist, was zählt", gratulierte Jenkner.

Generell würde er sich mehr Deutsche in der Motorrad-WM wünschen, aber bei der dürftigen Nachwuchsarbeit und Sponsorensituation sei dies eben gar nicht so einfach: "Wir haben nur zwei deutsche Teams in der Weltmeisterschaft, die Spanier hingegen 25. Dort hat ein talentierter Nachwuchsfahrer ganz andere Chancen, in einem Team unterzukommen", gab Jenkner abschließend zu Protokoll.