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Enttäuschung für Bradl und Kiefer

08. März 2008 - 02:17 Uhr

Stefan Bradl blieben am ersten Tag in Katar hinter den Erwartungen zurück - Cheftechniker Jürgen Lingg: "Haben noch Pfeile im Köcher"

Stefan Bradl
Stefan Bradl war im zweiten Training zu müde für eine Topzeit
© Kiefer

(Motorsport-Total.com) - Das Kiefer-Team mit den deutschen Fahrern Stefan Bradl und Robin Lässer sowie Ralf Waldmann als Neuzugang hinter den Kulissen ist in der Motorrad-WM 2008 die deutsche Speerspitze. Doch am ersten Tag konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden: Bradl, der einen Top-10-Platz anvisiert hatte, wurde 17., Lässer 29.; der Rumäne Robert Muresan belegte nach einem Sturz gar nur Rang 30.

Lässer machte ausgerechnet in seiner schnellsten Runde einen Fahrfehler und Bradl hatte sich den Tag nicht optimal eingeteilt. Am Motorrad lag es nicht, so die Aussage der Kiefer-Fahrer. "Zunächst muss ich sagen: Ich bin von Robin sehr positiv überrascht. Er machte zwar ausgerechnet in seinem letzten Turn ein paar Fahrfehler, aber ich bin zuversichtlich, dass er dies morgen im Griff haben wird", lobte Cheftechniker Jürgen Lingg.

Bei Bradl beurteilte er die Situation schon etwas anders: "Über Stefan bin ich etwas enttäuscht, denn von der technischen Seite ist das Motorrad perfekt, sagt er. Mir sind da die Hände gebunden und ich weiß nicht genau, welchen Weg wir nun einschlagen sollen", so Lingg, der die Hoffnung jedoch nicht aufgibt: "Wir haben für morgen noch ein paar Pfeile im Köcher, aber die Zeit in den Trainings ist sehr eng bemessen."

Bradl glaubt indes, dass es nicht an seinem Fahrkönnen liegt, sondern ganz einfach an den ungewohnten Beginnzeiten: "Das Motorrad ging schon im ersten Training sehr gut. Im zweiten Training war ich nicht komplett fit. Ich muss mir morgen den Tag etwas anders einteilen. Ich habe mir zwischen den Trainings die Zeit totgeschlagen, aber das war wohl für meine Konzentration nicht gerade ideal", übte er sich in Selbstkritik.

Und Lässer bilanzierte: "Leider haben wir uns im Qualifying beim Reifenwechsel etwas in der Zeit vertan. Daher hatte ich nur eine einzige Runde, um eine schnelle Zeit zu fahren. Ausgerechnet in dieser Runde machte ich dann auch noch einen Fehler - und dann war es dahin. Ich weiß genau, dass ich es drauf habe, eine 2:08er-Zeit zu fahren. Die kommt dann eben morgen", kündigte der Youngster selbstbewusst an.

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