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250er: Die Stimmen der Glückspilze
Nach dem Abflug der führenden Alvaro Bautista und Marco Simoncelli strahlt Sieger Mika Kallio: "Manchmal hast du Glück, manchmal läuft es umgekehrt"
(Motorsport-Total.com) - Das Finale des Jerez-Rennens der 250er-Klasse war an Spannung kaum zu überbieten und nahm ein dramatisches Ende. Während sich die deutlich führenden Alvaro Bautista (Aprilia) und Marco Simoncelli (Gilera) in der letzten Runde spektakulär vor über 100.000 entsetzten Zuschauern ins Kiesbett verabschiedeten, erbte der Finne Mika Kallio (KTM) den Sieg. Polaris-Aprilia-Mann Mattia Pasini belegte Rang zwei, gefolgt von Yuka Takahashi auf der Scot-Honda.
"Das war schon überraschend", erklärte der siegreiche Finne, der mit den beiden Führenden lange Zeit nicht mithalten konnte. "Gestern und auch heute Morgen im Warmup war alles in Ordnung, aber im Rennen stimmte etwas nicht. Ich hatte schon sehr früh Schwierigkeiten mit dem Grip am Hinterrad und musste mich dann zuerst darauf einstellen. Dann habe ich lange Zeit um Platz drei mit Tom Lüthi gekämpft und konnte dann einen kleinen Vorsprung auf ihn herausfahren."

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Nachdem sich der Schweizer mit einem Highsider aus dem Rennen geworfen hatte, richtete sich Kallio auf Rang drei ein und konnte ein konstantes Tempo fahren. "Und dann sah ich, was in der letzten Runde passierte. Tja, manchmal hast du eben dieses Glück und manchmal ist es eben genau umgekehrt", so der neue Zweitplatzierte in der 250er-Gesamtwerung.
Herzschlagfinale zwischen Pasini und Takahashi
Pasini konnte seine Gesamtführung durch den heutigen zweiten Rang verteidigen: "Ein seltsamer Tag für mich. Wir hatten gestern einige Probleme und konnten dann zum Glück im Warmup heute Morgen am Chassis einiges anders einstellen und dann wurde es besser. Allerdings war mein Start wirklich nicht gut. Ich wurde in der ersten Kurve von der Ideallinie gedrückt. Anschließend konnte ich meinen Rhythmus finden und sogar schneller fahren als die Spitze. Aber die waren zu weit weg."
Ein furioses Finale bot der Italiener im letzten Umlauf. "Ich sah dann in der letzten Runde die beiden Führenden im Kiesbett liegen und hatte Yuki direkt vor mir. Dann habe ich gepusht und unwahrscheinlich Druck gemacht und das hat letztlich gereicht. Das ist perfekt für mich und auch für mein Team", erklärte der Polaris-Honda-Fahrer in der offiziellen Pressekonferenz nach dem Rennen sichtlich erschöpft, aber glücklich.
Von Rang elf in der Startaufstellung war der Japaner Takahashi überraschend weit nach vorne gestürmt: "Das ist schon super. Ich hatte einen guten Start, aber im Rennen bauten meine Reifen recht schnell ab. Ich konnte trotzdem ein ganz anständiges Tempo mitgehen. Als Pasini in der letzten Runde noch an mir vorbeifuhr, konnte ich wirklich nicht viel machen", so der Honda-Pilot, der den fünften Podiumsplatz seiner Karriere feiern durfte.










