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Yamaha: Rossi glücklich, Lorenzo lernt noch
Während Valentino Rossi zum Auftakt des Sepang-Tests den Streckenrekord pulverisierte, hat Jorge Lorenzo noch mit Problemen zu kämpfen
(Motorsport-Total.com) - Nachdem das Yamaha-Werksteam den Test auf Phillip Island ausgelassen hatte, nahm die Truppe heute in Malaysia ihre Saisonvorbereitungen wieder auf. Valentino Rossi fuhr dabei in 2:00.300 Minuten Bestzeit und pulverisierte sogar seinen eigenen Streckenrekord aus dem Jahr 2006 um etwa drei Zehntelsekunden.
Die Bestzeit kam in der 62. von 64 Runden auf Bridgestone-Qualifyern zustande, aber auch mit Rennreifen war erstmals eine Steigerung zu spüren: "Das war ein positiver Tag", freute sich der siebenfache Weltmeister. "Wir begannen damit, mehr am Motorrad zu arbeiten und die Radaufhängung und Balance auf die Reifen abzustimmen. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl und die Rundenzeiten waren besser als beim letzten Test, mit Qualifyern wie auch mit Rennreifen."
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Reifenumstellung ein großer Schritt
Der Wechsel von Michelin zu Bridgestone sei "eine große Sache", so Rossi - "vielleicht nicht so groß wie der Wechsel des Motorrads, aber ich musste erst einmal verstehen, wie ich nun anders fahren muss. Da lerne ich immer noch dazu, um mehr aus den Reifen herausholen zu können." Hinzu kommt, dass er seinen Fitnesszustand seit dem Unfall beim Saisonfinale in Valencia ebenfalls verbessert hat, wie von Teammanager Davide Brivio bestätigt wurde.
Bei Teamkollege Jorge Lorenzo lief es noch nicht ganz so rund: Der 250er-Champion war zwar am Vormittag der Schnellste, büßte aber in der Endabrechnung mehr als zwei Sekunden auf Rossi ein. Lorenzo hat offenbar noch nicht das nötige Vertrauen in die Yamaha YZR-M1: "Ihm fehlt das nötige Vertrauen in die Front, wodurch er nicht schnell genug in die Kurven fährt", analysierte Teammanager Daniele Romagnoli.
Lorenzo bestätigte dies: "Seit dem letzten Test haben wir uns nicht so sehr gesteigert wie erhofft. Das größte Problem ist mein Gefühl für die Front am Kurveneingang - da brauche ich mehr Vertrauen, da müssen wir noch etwas finden. Immerhin konnten wir diesbezüglich aber ein paar Ideen sammeln, also werden wir es morgen einfach wieder probieren, ein bisschen in eine andere Richtung arbeiten. Hoffentlich gelingen uns dann Fortschritte", meinte er.
Lorenzo probiert ein neues Chassis
Erste Sofortmaßnahme: Lorenzo wird am Mittwoch mit einem neuen Chassis ausrücken, das etwas anders abgestimmt ist. Für Donnerstag steht dann eine Rennsimulation auf dem Programm, ebenso wie Probefahrten mit den Michelin-Qualifyern. Was es dem 20-Jährigen nicht unbedingt einfacher macht: Weil das Yamaha-Werksteam mit zwei verschiedenen Reifenmarken operiert, kann er nur bedingt auf die Daten von Rossi zurückgreifen, um daraus zu lernen...
Der Spanier schiebt seine derzeitigen Eingewöhnungsprobleme aber nicht auf Yamaha, sondern nimmt sich selbst in die Verantwortung: "Wir haben mehr Leistung und mehr Speed als vor Weihnachten, insofern bin ich sehr zufrieden mit der Arbeit, die die japanischen Jungs bei Yamaha machen. Ich könnte mir gar nicht mehr wünschen, muss mich nur darauf konzentrieren, meinen Fahrstil zu verbessern und meine Bedürfnisse den Ingenieuren genau zu erklären", sagte er selbstkritisch.










