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Stoner wütend: "Das kotzt mich an"

26. Februar 2008 - 17:05 Uhr

MotoGP-Champion Casey Stoner hat die ständigen Sticheleien aus den Reihen von Yamaha und Honda endgültig satt

Ducati
Casey Stoner sieht seine fahrerischen Leistungen nicht gewürdigt
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Kurz vor dem Saisonstart in der MotoGP ist für den amtierenden Champion Casey Stoner offensichtlich die Zeit der großen Abrechnung gekommen. Der Australier sieht seine Erfolge des vergangenen Jahres nicht ausreichend gewürdigt und kritisiert, dass man von Seiten Honda und Yamaha seine fahrerischen Leistungen in Frage stellt. Die Forderung nach einem Drehzahllimit, um die schnellen Ducatis möglicherweise einzubremsen, brachte bei Stoner das Fass zum Überlaufen.

"Es ist so frustrierend, weil alle sagen, meine Erfolge kämen immer von irgendwo anders her. Mal ist es die Traktionskontrolle, mal sind es die Reifen und manchmal das Motorrad. Das kotzt mich an", sagte der Australier der britischen 'Times'. Gerade Yamaha-Star Valentino Rossi hatte wiederholt die fahrerischen Qualitäten seines jungen Kontrahenten heruntergespielt. Der "Doc" hatte bei Stoner immer wieder "technisches Doping" diagnostiziert.

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Das Verhältnis der beiden MotoGP-Stars hätte unter seinem überraschenden Erfolg merklich gelitten, berichtete der Champion: "Zu Saisonbeginn war alles fantastisch, er hat mich respektiert und es war eine schöne Zeit. Am Ende der Saison hat er kein Wort mehr mit mir gesprochen. Er kam mit der Tatsache nicht klar, dass ich einfach daherkam und siegte." Stoner malt von seinem Titelkonkurrenten das Bild eines schlechten Verlierers.

Die neuen Bestrebungen seitens Yamaha und Honda, die starke Beschleunigungsfähigkeit der Ducati durch ein Drehzahllimit einzubremsen, brachte Stoner nun endgültig auf die Palme: "Jetzt versuchen diese japanischen Hersteller, uns durch neue Regeln zu stoppen. Man muss mal sehen, mit wie viel Manpower die im Vergleich zu einem italienischen Hersteller arbeiten können. Und die fangen jetzt an zu weinen."

Ducati hat bereits gegen die vorgeschlagenen Pläne protestiert. Unterstützung bekam man mittlerweile auch von Kawasaki, die sich nicht dem sportpolitischen Diktat ihrer Landsleute unterwerfen wollen. Stoner kommentiert: "Die wollen uns jetzt auf politischem Wege einbremsen, während sie eigentlich versuchen sollten, durch harte Arbeit selbst wieder schneller zu werden."