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Jerez-Tests: Capirossi unzufrieden, Lorenzo unsicher

18. Februar 2008 - 12:52 Uhr

Am Testsonntag in Jerez gab es für einige MotoGP-Fahrer Probleme mit dem Regen, aber Kawasaki-Pilot Anthony West war schnell

Yamaha
Jorge Lorenzo hat noch viel Arbeit mit seiner Yamaha-Crew
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Der Sonntag in Jerez hielt der versammelten MotoGP-Gemeinde einen deutlichen Klassenunterschied vor Augen: ganz oben der strahlende Shootout-Sieger Casey Stoner und dahinter der Rest. Angeführt von Yamaha-Star Valentino Rossi beschäftigte sich die geschlagene Konkurrenz am Sonntagabend mit Analysen und Wundenlecken, denn sie alle hatten vom amtierenden Weltmeister eine regelrechte Klatsche bekommen.

Auch Abseits des 40-minütigen Shootouts lief beispielsweise bei der Rizla-Suzuki-Mannschaft nur wenig zusammen. Loris Capirossi erklärte: "Ich kann bestimmt nicht sagen, dass ich richtig zufrieden bin, aber wir arbeiten auf jeden Fall in die richtige Richtung. Alle arbeiten eng zusammen, um das Motorrad schneller zu machen. Wir müssen noch besser werden, aber ich kann auch schon Fortschritte erkennen."

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Vermeulen am Vormittag schnell

Capirossis Suzuki-Teamkollege Chris Vermeulen hatte sich wenigstens ausserhalb des Shootouts im Zeitenklassement auf Rang zwei hinter Stoner halten können. Der australische Regenspezialist erklärte: "Wir haben für Bridgestone ein paar Reifen getestet und haben auch ein ganz gutes Regen-Setup hinbekommen. Aber um ehrlich zu sein, hatte ich auf der nassen Strecke ähnliche Probleme wie bei trockenen Bedingungen. Wir müssen noch viel tun."

Das gleiche Motto gilt auch für die Mannschaft um Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo. Der Spanier hatte im Shootout satte vier Sekunden Rückstand auf die Bestzeit: "Es lief wirklich nicht wie gehofft. Das war das erste Mal, dass ich die Yamaha auf nasser Piste gefahren bin und es war schon alles ganz anders. Es fühlte sich nicht gut an und ich war langsam, weil ich immer zu früh gebremst und zu spät beschleunigt habe."

Alice-Ducati mit großen Sorgen

Ebenfalls mit Sorgenfalten auf der Stirn blieb am Abend das Alice-Ducati-Team von Luis D'Antin am Sonntagabend in der Box zurück. Toni Elias kam mit dem Motorrad und den feuchten Bedingungen den ganzen Tag lang nicht zurecht und stand konstant am unteren Ende der Zeitenliste: "Ich muss ehrlich sagen, ich habe noch nicht viel Vertrauen in die Maschine und das spiegelt sich in den Rundenzeiten wider."

Wenigstens konnte der Franzose Sylvain Guintoli die Teamehre halbwegs retten. Der 25-Jährige fuhr konstant auf einem akzeptablen Mittelfeldplatz: "Ich bin zufrieden mit meinem neunten Rang. Es ist sicherlich kein sensationelles Ergebnis, aber ein ganz guter Schritt auf dem Weg Richtung Saisonstart. Wir haben bei den letzten Runden noch einmal hinten einen anderen Reifen aufgezogen, aber der hat leider nicht so gut funktioniert."

Lichtblick für Kawasaki

Kawasaki
Anthony West sorgte für eine positive Kawasaki-Überraschung
© Kawasaki

Für eine positive Überraschung am Jerez-Sonntag sorgte Kawasaki-Pilot Anthony West. Der Australier war im Rahmen des Shootouts auf Rang vier vorgefahren und lag in der Zeitentabelle gerade einmal zwei Zehntelsekunden hinter Valentino Rossi und war insgesamt bestplatzierter Nicht-Weltmeister: "Wir sind was die Zeiten angelangt schon mal näher dran, aber trotzdem bin ich nicht ganz zufrieden. Wir haben ganz gut Erfahrungen mit diesen feuchten Bedingungen sammeln können."

John Hopkins war am Vormittag auf dem Niveau seines Teamkollegen gefahren, verzichtete aber aus Sicherheitsgründen auf seine Teilnahme am Shootout: "Die Bedingungen ab Mittag waren für jemanden, der eine Verletzung mit sich herumschleppt, alles andere als ideal und deswegen habe ich das ausgelassen. Ich wollte kein erhöhtes Verletzungsrisiko eingehen, nur um möglicherweise ein Auto zu gewinnen."

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