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Ducati und Kawasaki gegen Drehzahllimit

26. Februar 2008 - 11:22 Uhr

Ducati und Kawasaki kritisieren den Vorschlag von Yamaha und Honda zur Einführung einer Drehzahlbegrenzung in der Moto-GP

Marco Melandri
Würde Ducati unter einem Drehzahllimit in der Moto-GP leiden?
© Ducati

(Motorsport-Total.com) - Im Rahmen des jüngsten offiziellen Moto-GP-Tests in Jerez fanden Gespräche der Hersteller über künftige Änderungen im technischen Regelwerk statt. Eine der dabei diskutierten Ideen war es, die Motoren der Moto-GP bei 19.000 Umdrehungen pro Minute abzuriegeln. Weil aber Ducati wahrscheinlich als einziger Motorenbauer unter diesem neuen Konzept leiden müsste, unterstellt Ducatis technischer Direktor, Filippo Preziosi, dass diese Pläne sein im Vorjahr dominierendes Team behindern sollen und nicht etwa die Kosten reduzieren oder die Sicherheit erhöhen würden.

"Man könnte genauso gut sagen, dass von Australiern pilotierte italienischen Motorrädern die Teilnahme in der Moto-GP verweigert wird", klagt Preziosi der 'Gazzetta dello Sport'. "Weil wir bei den Superbikes ausschließlich mit Australiern und Briten am Lenker gewonnen haben, würde ich Letztere ebenfalls dazu rechnen. Diese Begrenzung ist schon ein Zufall..."

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"Ich würde eher sagen, dass das Kostenargument nicht stichhaltig ist, solange wir diese Leistung aus einem System erhalten, das in einem Straßenbike wie der Monster 695 eingesetzt wird. Wenn wir dann auf die Sicherheit zu sprechen kommen: Seit Jahren sind die Fahrer nicht auf den Geraden verunglückt, sondern in den Kurven, also hat Topspeed gar nichts damit zu tun", so der Italiener weiter. "Ich habe zu viel Respekt vor den Japanern als dass ich glaube, sie wollten diese Projekte wirklich ernsthaft verfolgen."

"Ich sehe keinen Sinn darin, noch mehr Geld auszugeben."
Ishiro Yoda

Kawasakis technischer Direktor Ishiro Yoda stößt ins gleiche Horn und unterstützt die Kritik von Preziosi an der Idee, ein Drehzahllimit einzuführen. "Bei der Verkleinerung des Hubraums auf 800 Kubikzentimeter wurde uns versichert, dass es über die kommenden fünf Jahre keine Regeländerungen geben würde", wird Yoda von der 'Gazzetta dello Sport' zitiert. "Wir haben schon eine Menge Geld eingesetzt um unsere Maschinen zu überarbeiten und ich sehe keinen Sinn darin, noch mehr dafür zu auszugeben."

"Das Ziel war es damals, die Motorräder auf den Geraden einzubremsen und die 800er-Maschinen sind dort tatsächlich langsamer. Ebenso sinken die Rundenzeiten", stellt Yoda fest. "Die Motorenumdrehungen zu limitieren macht also nicht wirklich Sinn."

"Ich halte eine Drehzahlbegrenzung von 19.000 Umdrehungen für eine anständige Lösung", kontert Hondas Shinichi Kokubu als Projektleiter der RC212V beim HRC. Er gibt somit seine Zustimmung für die neue Idee. "Als ein Ingenieur sage ich, dass eine Beschränkung der Motorumdrehungen ein möglicher Weg wäre, wenn wir die Kosten unserer Motorräder verkleinern wollen."

Fortsetzung folgt...