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Brivio: Es wird keinen Datenaustausch geben
Yamaha-Boss Davide Brivio muss immer wieder aufs Neue versichern, dass das Vertrauen von Michelin und Bridgestone in Fiat-Yamaha gerechtfertigt ist
(Motorsport-Total.com) - Der Formel-1-Spionageskandal erschütterte den Motorsport in seinen Grundfesten. Doch während es in der Königsklasse auf vier Rädern darum ging, dass empfindliche Daten zwischen zwei Teams getauscht wurden, steht die Königsklasse auf zwei Rädern vor einem merkwürdigeren Abenteuer. Es geht darum, zu verhindern, dass empfindliche Daten innerhalb eines Teams getauscht werden.
Mit seinem sensationellen Wechsel als alleiniger Yamaha-Pilot auf Bridgestone-Reifen zwingt MotoGP-Superstar Valentino Rossi sein Team zu einem seltsamen wie einmaligen Spagat. Rossis Teamkollege Jorge Lorenzo startet nämlich auf Michelin-Reifen und der Italiener auf Gummis der japanischen Konkurrenzfirma Bridgestone. Man sollte nun meinen, dass damit Spionage eigentlich Tür und Tor geöffnet sei.
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Doch um in der MotoGP einen ähnlichen Skandal wie in der Formel 1 zu verhindern, teilt Yamaha sein Werksteam in zwei Hälften, zwei völlig unabhängig voneinander operierende Einheiten, deren einzige Gemeinsamkeit die identische Maschine und das Äußere bleibt. Natürlich will man weiterhin nach Möglichkeit nach wie vor als Team auftreten, doch oberstes Gebot ist Separierung , wie Teamchef Davide Brivio weiß.
"Um das Team zu teilen, haben wir die Anordnung in den Garagen verändert, um Spionage vorzubeugen. Es ist für Valentino und Jorge unmöglich, miteinander Daten aufgrund der verschiedenen Reifen auszutauschen, dieses Jahr werden also zwei separate Computer die Daten die Daten herunterziehen und verarbeiten. Sie können einander nicht überprüfen. Das wird etwas komplizierter sein, weil es eine seltsame Vereinbarung ist. Aber wir haben alle notwendigen, möglichen Schritte unternommen", versichert der Teamboss, dass es zu keinerlei Datenaustausch kommen wird.
Brivio wird übrigens, da er nun durch die besondere Situation nicht mehr den gesamten Rennstall mit all seinen kleinen technischen Geheimnissen leiten kann, mit einem kleinen Mitarbeiterstab zur Garagenhälfte von Rossi wechseln, während Lorenzo und seine Mannen von einer anderen Seite betreut werden. Seltsam bleibt dabei einzig und allein, dass trotz der verschärften Rivalität zwischen Michelin und Bridgestone es noch zu keinen heftigen Protesten seitens der Reifen-Hersteller kam, weil sich nun ihre jeweiligen Geheimnisse bei einem Team unter einem Dach befinden.










