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Rossi übt wieder Kritik an den Fahrhilfen

14. Dezember 2007 - 09:51 Uhr

Valentino Rossi findet, dass die Fahrhilfen verboten werden sollten, und weiß, dass Casey Stoner die Elektronik derzeit am besten ausschöpft

Valentino Rossi
Valentino Rossi würde die Fahrhilfen am liebsten komplett verbieten
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Jahrelang war Valentino Rossi in der Königsklasse des Motorradsports die unangefochtene Nummer eins, doch in dieser Saison wurde er vom neuen MotoGP-Weltmeister Casey Stoner derart überrumpelt, dass seine Vormachtstellung von vielen in Frage gestellt wird. Seiner Meinung nach liegt das zum Teil an den elektronischen Fahrhilfen.

Ähnlich wie die Formel 1 ist die MotoGP nämlich in den vergangenen Jahren sehr stark in einen Bereich abgedriftet, in dem die Elektronik den Fahrern einiges von ihrer Verantwortung abnimmt. Kam es früher in erster Linie darauf an, mit Gefühl am Gas zu drehen und die optimale Schräglage zu fahren, die richtige Linie zu wählen, so erledigen nun Traktionskontrolle und Co. einen Teil dieser Arbeit, bei der sich die Spreu vom Weizen trennt.

Rossi glaubt, dass Stoner am besten mit der Elektronik umgehen kann: "Casey hat einen erstaunlichen Job gemacht und er ist ohne Zweifel ein großartiger Fahrer, aber er ist der Erste aus der Traktionskontrollengeneration, denn die Art und Weise, wie er die Traktionskontrolle einsetzt, ist erstaunlich. Für Fahrer der älteren Generation wie mich, Marco Melandri oder Loris Capirossi ist das schwer zu verstehen. Man muss mutig sein, um diese Systeme zu nutzen", so der Italiener gegenüber 'Motor Cycle News'.

"Es ist manchmal schwierig, einem System zu vertrauen, das nicht menschlich ist. Die Ingenieure sagen manchmal, dass man Vollgas geben kann, wenn das Knie in der Mitte der Kurve bei 150 Kilogramm am Boden streift, aber das kann man von der Box aus leicht sagen. Auf dem Motorrad ist das ganz anders - und das ist das Hauptproblem der alten Generation. Casey glaubt an das System, aber wir nicht", meinte Rossi.

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