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"Talma": Feiern bis Weihnachten!

05. November 2007 - 14:42 Uhr

Gabor Talmaci ist in Ungarn bereits ein Star - mit dem Gewinn des 125er-WM-Titels wird der Ex-Boxer zum Nationalhelden

Hector Faubel und Gabor Talmacsi
Weltmeister Talmacsi (r.): Über die Fahrweise von Faubel (l.) wenig erfreut
© Aspar

(Motorsport-Total.com) - Gabor Talmacsi sicherte sich in Valencia mit einer souveränen Leistung und Rang zwei hinter seinem WM-Rivalen und Aspar-Teamkollegen Hector Faubel den 125er-WM-Titel. Der 26-jährige Ungar ist damit der erste ungarische Motorrad-Weltmeister und löste bereits vor dem WM-Finale in seiner Heimat einen Hype aus.

"Ich werde nun wohl bis Weihnachten feiern", jubelte "Talma" in Valencia. Talmacis hätte die WM-Kroen bereits 2005 bei Red-Bull-KTM gewinnen können. Der ehemalige Boxer war aber am Ende der Saison 2005 im Unfrieden aus dem KTM-Team verabschiedet worden, nachdem er die Domestikenrolle nicht erfüllt hatte und Mika Kallio jene fünf Zähler weggeschnappt hatte, die dem Finnen am Saisonende zum WM-Titel fehlten.

Nun ist all das vergessen. Talmacsis Manager Stefano Favaro hatte immer an den Ungarn geglaubt und ihm nach Malaguti, KTM und Honda einen Platz bei Apsar-Aprilia verschafft. Talmacis wird zwei weitere Jahre bei Aspar bleiben und 2008 seinen WM-Titel versuchen zu verteidigen. 2009 könnte ihn der Aufstieg in die 250er-Klasse winken.

"Für mich ist es eine Sensation", erklärte Talmacsi am Montag mit etwas Abstand. "Zum Glück hatte ich auf meinem Pitboard all meine Informationen. Ich wusste immer, dass ich auch mit einem zweiten Rang den Titel holen kann. Tausend Dank an Aprilia, mein Motorrad war fantastisch."

Nun stehen in Ungarn die Feierlichkeiten an. "In Ungarn waren die Menschen unglaublich fanatisch. Ich bekam gleich nach dem Rennen tausende SMS auf mein Handy. Talmacsi wurde in Ungarn bereits zum Sportler des Jahres gewählt, vor der WTA-Tennisspielerin Agnes Szavai.

Das Finish war in Valencia aus der Sicht von Talmacsi dennoch sehr eng. "Ich war mir nie sicher, was Faubel als nächstes macht", schildert Talmacsi. "Faubel hat mich in den letzten Runden einige Mal berührt und das finde ich nicht ganz korrekt, aber wie auch immer, es hat geklappt."

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