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Rossi setzt Yamaha weiter unter Druck

03. November 2007 - 10:25 Uhr

Weil der Topspeed seiner Yamaha YZR-M1 auch in Valencia viel zu langsam ist, fordert Valentino Rossi weiterhin massive Verbesserungen

Valentino Rossi
Schließt einen Weggang von Yamaha nicht kategorisch aus: Valentino Rossi
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Valentino Rossi macht schon seit einiger Zeit keinen Hehl daraus, dass er die Ursachen für seine WM-Niederlage gegen Casey Stoner nicht ausschließlich bei den Michelin-Reifen, sondern auch bei Yamaha selbst sieht. Vor allem der 800er-Motor mit seinen eher untypischen Reihenzylindern sei seiner Meinung nach verbesserungswürdig.

"Wir sind auf den Geraden um zehn km/h langsamer als die Ducati und liegen damit am Ende dieser Wertung", beschwerte sich der Italiener gestern in Valencia. "Die Kawasaki hat wie wir auch einen Reihenzylindermotor, aber die sind dennoch viel schneller. Ich hoffe, dass diese Daten den Yamaha-Jungs bewusst sind. Die Reifen sind nämlich nicht alles - wir brauchen auch einen besseren Motor. Unsere Motorenperformance ist als Problem genauso gravierend wie die Reifen."

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Eine der beiden Sorgenfalten wird sich für den siebenfachen Weltmeister 2008 vermutlich von selbst eliminieren, denn Rossi soll in der kommenden Saison bekanntlich als einziger Yamaha-Fahrer von Bridgestone ausgestattet werden. Was den Motor angeht, so wünscht er sich im Winter Vergleichsfahrten mit einem Reihen- und einem klassischen V-Motor, wie ihn die meisten anderen Hersteller einsetzen.

Die Situation sei dieses Jahr sogar noch schlimmer als 2006, denn damals verlor Rossi den WM-Titel "durch Pech", wie er selbst sagt, an Nicky Hayden - allerdings erst im letzten Rennen. Diesmal stand schon früh in der Weltmeisterschaft fest, dass Stoner nicht mehr abzufangen sein wird. Daher steht für ihn fest: "Yamaha muss mir nächstes Jahr beweisen, dass es möglich ist, sich zu verbessern, um mir bei meiner Zukunftsentscheidung zu helfen", so der 28-Jährige.

Rossis Vertrag läuft nämlich Ende 2008 aus - und er macht keinen Hehl daraus, dass er seine Karriere zwar gerne bei Yamaha beenden würde, aber nur dann, wenn er siegfähiges Material zur Verfügung gestellt bekommt. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte er entweder zu einem anderen Hersteller wechseln oder doch noch einmal die Idee aus der Schublade holen, in Zukunft auf vier Rädern Motorsport zu betreiben.

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