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Phillip Island: Motorrad-WM trägt Trauerflor

12. Oktober 2007 - 19:02 Uhr

Wegen des tragischen Todes von Norifumi Abe wird die Motorrad-WM auf Phillip Island eine Schweigeminute einlegen - Valentino Rossi schockiert

Norifumi Abe
Norifumi Abe war für viele junge Fahrer wie Valentino Rossi ein Vorbild
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - Am vergangenen Wochenende kam der japanische Motorradstar Norifumi Abe bei einem Verkehrsunfall auf tragische Weise ums Leben. Die Nachricht machte natürlich auch in Phillip Island die Runde, wo man sich kurzerhand dazu entschlossen hat, am Sonntag nach den Warmups eine Schweigeminute abzuhalten.

Besonders groß war die Trauer bei Superstar Valentino Rossi, der erst vor kurzem mit Rallye-Weltmeister Colin McRae einen engen Freund verloren hat. Der siebenfache Weltmeister war zu Beginn seiner Karriere unter dem Spitznamen "Rossifumi" unterwegs - in Anlehnung an Abe. Außerdem war sein Jugendzimmer voll mit Postern des japanischen Zweiradartisten, der zum Zeitpunkt seines Todes erst 32 Jahre alt war.

"Norifumi ist der einzige Fahrer, den ich je um ein Autogramm gebeten habe", schrieb Rossi in einer Kondolenz in der 'Gazzetta dello Sport'. "Sein Debütrennen in Suzuka (1994; Anm. d. Red.) machte ihn in meinen Augen zu einem Helden. Mit einer Wildcard fightete er auf dem gleichen Niveau wie die Champions Doohan und Schwantz." Das Rennen sah sich Rossi jeden Morgen an, bevor er zur Schule ging - und das mehrere Wochen lang.

"Als wir gemeinsam Rennen fuhren, hatten wir Gelegenheit, uns besser kennen zu lernen. Er war eine ruhige Persönlichkeit, ein angenehmer Kerl, sehr freundlich. Er wusste, dass ich ein Fan von ihm war, und selbst als er mit dem MotoGP-Sport aufhörte, kam er immer noch vorbei, um Hallo zu sagen, wenn er bei einem Rennen war. Vor zwei Wochen in Motegi war es leider das letzte Mal", so der 28-jährige Yamaha-Pilot.

Besonders getroffen zeigten sich natürlich die japanischen Motorradfahrer. Stellvertretend für sie äußerte sich Hiroshi Aoyama gegenüber 'motogp.com': "Für alle Fahrer meiner Generation war er ein Beispiel, dem man folgen musste - er hat repräsentiert, was wir erreichen wollen. Die Nachricht von seinem Tod kam als große Überraschung für mich, als Riesenschock", erklärte der 250er-Pilot mit großem Bedauern.

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