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Michelin ist für das letzte Rennen gewappnet

30. Oktober 2007 - 21:00 Uhr

Michelin ist nach einer schwierigen Saison für das Finale in Valencia bereit, Valentino Rossi wird man aber wahrscheinlich verlieren

Jean-Philippe Weber
Jean-Phillippe Weber von Michelin muss damit rechnen, Rossi zu verlieren
© Michelin/DPPI

(Motorsport-Total.com) - Nicht nur für die Fahrer, auch für die Reifenhersteller geht am kommenden Wochenende die Saison im spanischen Valencia in die letzte Runde. Ist der WM-Titel der MotoGP-Klasse zwar schon vergeben, so arbeitet der französische Reifenhersteller Michelin nicht nur für den letztmöglichen Sieg in diesem Jahr, sondern auch für die neue Saison 2008.

Nachdem die Vermarktungsfirma Dorna mit "Frontmann" Carmelo Ezpeleta nach dem Rennen in Japan die Einheitsreifenregel ins Spiel gebracht hatte, kam einige Unruhe in die Szene. Mittlerweile ist diese schon wieder vom Tisch. Das aktuellste Problem für Michelin liegt darin, dass der siebenfache Weltmeister und Michelin-Fahrer Valentino Rossi aller Voraussicht nach im nächsten Jahr auf Reifen der Marke Bridgestone an den Start gehen wird. Der Hintergrund dazu ist: Man möchte die Spitzenfahrer auf demselben Reifenfabrikat starten lassen, um Überraschungen wie in diesem Jahr aus dem Weg gehen zu können. Keine Einheitsreifen für alle, aber wenigstens für die Hauptprotagonisten...

Auf der technischen Seite scheint Michelin auf der zweitlangsamsten Strecke der Saison nach Estoril gut aufgestellt: Jean-Phillippe Weber, Motorradchef von Michelin, meint hierzu: "Valencia ist für die Reifen eine schwierige Strecke, speziell auf der linken Seite. Es ist ein sehr enger und drehender Kurs, bei dem es wichtig ist, eine gute Balance zwischen gutem Handling und Reifen die die Belastung aushalten können zu haben. Hier ist der Unterschied zwischen der Mischung auf der rechten und linken Reifenflanke enorm." Er vergleicht es mit der australischen Strecke auf Phillip Island: "Wie in Phillip Island benötigst du für die Linkskurven eine harte Mischung und für die Rechtskurven eine sich gut aufwärmende Lösung, denn es sind nicht so viele Rechtskurven."

Michelin verwendet dieselbe Basis wie in den letzten Rennen und ist zuversichtlich, dem Gegner Bridgestone erfolgreich die Stirn bieten zu können. Weber zur technischen Basis: "Die Reifenspezifikation, welche wir in Valencia verwenden werden, wird dieselbe Basis haben wie die in den letzten Rennen. Die aktuelle 16,5-Zoll-Ausführung bietet einen guten Grip an der Flanke und verfügt auch über guten Grip in der Beschleunigungsphase."

Ob diese Spezifikation der aktuellen Generation der japanischen Konkurrenz standhalten wird, sieht man am kommenden Sonntag ab 14:00 Uhr. Den Krieg um den Star der Szene, Valentino Rossi, scheint man dagegen schon verloren zu haben...

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