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Yamaha: Gegner sind bei der Elektronik einen Schritt voraus

Honda und Ducati können auf ehemalige Magneti-Marelli-Mitarbeiter zurückgreifen: Sind die Defizite bei der Elektronik für die Probleme bei Yamaha verantwortlich?

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Yamaha als großer Favorit in die MotoGP-Saison 2017 ging, wurde spätestens im Sommer klar, dass die M1 des aktuellen Jahrgangs nicht so ausgewogen ist wie ihre Vorgänger. Maverick Vinales gewann drei der ersten fünf Rennen, schaffte es bei den ausstehenden 13 Rennen aber nur noch zwei Mal als Zweitplatzierter und zwei Mal als Drittplatzierter auf das Podium. Valentino Rossi gelang 2017 sogar nur ein Saisonsieg. Nach drei Vizetiteln in Folge rutschte der Italiener auf Platz fünf der Fahrerwertung ab. Crewchief Silvano Galbusera ist überzeugt, dass Yamahas Defizite bei der Elektronik für die Misere verantwortlich sind.

Valentino Rossi

Valentino Rossi war mit der 2017er-Yamaha oft chancenlos

Im Laufe der Saison gingen die Verantwortlichen davon aus, dass das neue Chassis die Probleme verursacht. Yamaha hatte nach der Saison 2016 versucht, den Reifenverschleiß in den Griff zu bekommen, der Rossi und Jorge Lorenzo vor allem gegen Ende der Rennen zurückwarf.

"2016 hatte Valentino ein gutes Gefühl für die Maschine, doch er zerstörte die Hinterreifen fünf oder sechs Runden vor Rennende. Yamaha modifizierte das Motorrad für 2017 und strebte an, die Hinterreifen zu schonen. Valentino fehlte aber das nötige Gefühl. Es war leicht zu sehen, dass er mit der 2016er-Maschine besser zurechtkam", erinnert sich Galbusera im Gespräch mit 'motorsportmagazine.com'.


Fotos: Valentino Rossi: Helmdesign für Wintertests


Zu Saisonbeginn kaschierten die Vinales-Siege das Problem, während Rossi mit stumpfen Waffen kämpfte. "Wir erkannten Anfang 2017, dass die Maschine nicht zu 100 Prozent zu Valentino passt. Wir fanden keine passende Abstimmung", blickt Galbusera zurück. Yamaha machte Änderungen am Chassis, doch die Anpassungen der Steifigkeit und Geometrie verbesserten die Situation nur marginal.

Valentino Rossi

Yamaha-Crewchief Silvano Galbusera wünscht sich eine bessere Elektronik

Im Laufe der Saison kamen im Werksteam vier Chassis-Varianten zum Einsatz: das vom Saisonstart, ab Juni das überarbeitete Chassis und ab August eine weitere Version, bevor man beim Saisonfinale zum Vorjahresmodell zurückkehrte.

Der Reifenverschleiß ist Yamahas größtes Problem. "Wir reduzierten die Leistung, um damit klarzukommen. Das schonte die Reifen, kostete uns aber Zeit beim Beschleunigen", erklärt Galbusera und fordert: "Wir müssen uns mit der Elektronik beschäftigen."

"Ducati und Honda haben sich weiterentwickelt. Das erkennt man, wenn man genau hinhört. Sie können auf Teammitglieder zurückgreifen, die für Magneti Marelli gearbeitet haben", bemerkt Galbusera und bedauert, dass Yamaha Mitarbeiter mit einer entsprechenden Vergangenheit
fehlen.

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