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Rückschlag für Jorge Lorenzo: Ab Mugello härtere Reifen

Im Rahmen des Le-Mans-Grand-Prix haben die Fahrer abgestimmt: Michelin stellt ab dem kommenden Rennen wieder die 2016er-Vorderreifen zur Verfügung

(Motorsport-Total.com) - Die Diskussionen über die Vorderreifen haben ein Ende. Bei der Sicherheitskommission im Rahmen des Frankreich-Grand-Prix gab es eine Abstimmung, bei der entschieden wurde, welche Reifen in Zukunft verwendet werden sollen. Diese Abstimmung führte zu einem klaren Ergebnis. Ab Mugello werden die Vorderreifen verwendet, die beim Saisonfinale in Valencia zum Einsatz kamen. Im Vergleich zu den in der laufenden Saison bisher verwendeten Reifen haben diese eine härtere Karkasse.

Jorge Lorenzo

Ducati-Pilot Jorge Lorenzo muss sich ab dem kommenden Rennen umstellen

"Wir haben heute eine offizielle Umfrage gemacht, um die Reifenversion auszuwählen. Wir haben 23 Fahrer. Davon haben 20 für den alten Reifen abgestimmt und drei für den neuen. Das Kapitel ist jetzt abgehakt. Ab Mugello verwenden wir den Vorderreifen aus dem Vorjahr", kommentiert Loris Capirossi gegenüber 'MotoGP.com'.

Diese Entscheidung stimmt somit beinahe alle Fahrer zufrieden. Überhaupt nicht happy dürfte Ex-Champion Jorge Lorenzo mit der Abstimmung sein. Der Spanier ist der prominenteste Gegner des 2016er-Reifens, der ihm in Schräglage weniger Haftung bietet. Doch der Großteil der anderen Fahrer bevorzugt den älteren Reifen.


Fotos: MotoGP in Le Mans


"Dieser Reifen hat eine etwas steifere Konstruktion. Er ist ein bisschen härter. Der neue Reifen war ein bisschen weicher. Die Fahrer beschwerten sich im Laufe der Saison, dass die Maschinen sehr unruhig sind. Beim Test waren die Fahrer mit der alten Version zufrieden", berichtet Capirossi, der auf ein Ende der Diskussion hofft: "Die Mehrheit ist zufrieden. Einige sind sicher nicht allzu happy, weil sie den alten Reifen nicht besonders mögen. Wir versuchen immer, die Mehrheit zufrieden zu stellen."

Michelin

Eindeutig: 20 von 23 Fahrern haben für die 2016er-Vorderreifen abgestimmt

Michelin-Motorsportchef Nicolas Goubert warnt davor, dass das Thema überbewertet wird: "Sie kennen diesen Reifen, denn sie verwendeten ihn beim Rennen in Valencia. Zudem kam er beim Montagstest in Jerez zum Einsatz. Die Mehrheit der Fahrer entschied sich für die härtere Konstruktion", bemerkt der Franzose.

"Dieser Reifen bietet mehr Stabilität und macht das Motorrad weniger unruhig. Viele Fahrer haben sich in der laufenden Saison über die Unruhe beschwert, die sie am Kurveneingang spürten. Das sorgte für ein unpräzises Fahrverhalten. Sie sind mit den steiferen Reifen zufriedener, denn diese liefern eine bessere Rückmeldung", erklärt der Reifenexperte und betont: "Der Unterschied ist klein. Es ist wirklich kein gewaltiger Unterschied."

Relaunch von Motorsport-Total.com

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