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Pech und Fehler: Cal Crutchlow will 2015 schnell abhaken

Nach einer durchwachsenen Saison 2015 will Cal Crutchlow im neuen Jahr wieder angreifen - Der Brite glaubt an seine eigenen Stärken und träumt weiter von Siegen

(Motorsport-Total.com) - Die MotoGP-Saison 2015 sollte für Cal Crutchlow ein Neuanfang werden. Der Brite wechselte von Ducati zu Honda und kam dort im Satellitenteam LCR unter. Doch statt der erhofften Erfolge fuhr Crutchlow lediglich einen einzigen Podestplatz ein und beendete die Saison mit 125 Punkten auf Rang acht der Weltmeisterschaft. Stärkster Satellitenpilot war Landsmann Bradley Smith, der auf seiner Tech-3-Yamaha 181 Zähler sammelte - und damit ganze 56 Punkte mehr als Crutchlow (zum WM-Endstand).

Cal Crutchlow

Kein gutes Jahr: Cal Crutchlow hatte in der Saison 2015 nicht viel zu lachen

"Ich bin zufrieden und gleichzeitig nicht zufrieden", verrät Crutchlow gegenüber 'Crash.net' und erklärt: "Einerseits war das erste halbe Jahr in Ordnung, und auch in den letzten Rennen wurde es wieder etwas besser. Wir hatten aber auch einige schlechte Rennen und etwas Pech. Daher ist die Position in der Meisterschaft nicht wirklich gut. Aber ich denke, dass ich noch immer schnell genug bin."

"Die Honda ist ein Motorrad, das sehr schwierig zu lernen ist. Vielleicht bin ich also im nächsten Jahr wieder viel schneller", hofft der Brite. Für die Leser von 'Motorsport-Total.com' zählt Crutchlow allerdings trotzdem zu den großen Verlierern des Jahres 2015. In einer nicht repräsentativen Umfrage wurde der Brite zum größten Absteiger der abgelaufenen Saison gewählt.


Fotostrecke: Auf- und Absteiger der MotoGP-Saison 2015

Trotz des durchwachsenen Jahres 2015 setzt sich der LCR-Pilot aber auch für die Zukunft weiterhin hohe Ziele. "Das Ziel ist immer der Sieg", gibt sich Crutchlow kämpferisch. Jedoch muss er einräumen: "Aber wir alle wissen, dass es für mich momentan sehr schwierig ist, Rennen zu gewinnen. Vielleicht werde ich Zehnter oder Fünfter. Aber unser Ziel muss immer der Sieg sein."

Besonders großes Pech hatte Crutchlow im abgelaufenen Jahr bei seinem Heimrennen in Silverstone, als er zu Beginn des Rennens bei schwierigen Bedingungen mit der Spitzengruppe mithalten konnte - und dann ausgerechnet von Teamkollege Jack Miller abgeräumt wurde. "Jack ist kein schlechter Kerl. Es war keine Absicht von ihm. Er wollte nicht stürzen und mich schon gar nicht mitreißen", zeigt sich Crutchlow aber versöhnlich.


Cal Crutchlow: Der Mann unter dem Rennanzug

Wer ist Cal Crutchlow? Im Video gibt er einen sehr privaten Einblick in sein Leben als MotoGP-Rennfahrer und spricht über seine große Leidenschaft Weitere Motorrad-Videos

"Er hat gesagt, dass es ihm wirklich leid tut", verrät der Brite und ergänzt. "Es ist okay, dann ich war früher auch schon für Stürze von anderen Piloten verantwortlich." Dementsprechend sei er zwar kurz sauer auf Miller gewesen, böses Blut gibt es zwischen den beiden aber nicht. "Man muss vergeben können und ich vergebe ihm. Aber wenn er das noch einmal macht, dann gibt es großen Ärger", so Crutchlow mit einem Lachen.

Eine Rückkehr in die Superbike-WM kann sich der 30-Jährige, der seit 2011 in der MotoGP fährt, übrigens nicht vorstellen. Er verrät: "Ich denke, dass ich meine Karriere hier in der MotoGP beenden werde. Das bedeutet nicht, dass ich kein Interesse an den Superbikes habe. Ich denke nur einfach nicht, dass ich wieder dort fahren werde. Ich werde meine Karriere wahrscheinlich hier beenden, ich weiß allerdings noch nicht wann. Vielleicht in einem Jahr, vielleicht in zehn Jahren."

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