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Marco Melandri offenbar auch 2016 bei Aprilia

Laut italienischen Zeitungsberichten bleibt Marco Melandri auch 2016 bei Aprilia und sehr wahrscheinlich in der MotoGP - 2016 werden die Karten neu gemischt

(Motorsport-Total.com) - Das MotoGP-Comeback von Marco Melandri verlief bisher deutlich schwieriger, als viele Fans erwartet haben. Nach vier Jahren in der Superbike-WM kehrte der Vizeweltmeister von 2005 in die Königsklasse zurück. In den ersten vier Rennen war Melandri meist Letzter. Mit den Plätzen 21, Ausfall, 20 und 19 steht er noch ohne WM-Punkt da. Melandri wollte auch in der Superbike-WM bleiben, doch Aprilia überzeugte ihn, da man den Routinier für die Entwicklung der RS-GP braucht.

Marco Melandri

Marco Melandri erlebte bisher eine extrem schwierige Saison

Im Prinzip verrichten Alvaro Bautista und Marco Melandri derzeit reine Testarbeit. Die Weichen werden für den komplett neuen Prototypen, der 2016 kommen soll, gestellt. Einfach ist es nicht, wie der Freitag in Jerez verdeutlichte. Melandri war mehrmals im Kiesbett zu finden und viele dachten, er sei wieder einmal gestürzt. Es waren aber technische Defekte die Ursache, wie er später twitterte.

Trotz der Schwierigkeiten soll die Zusammenarbeit zwischen Melandri und Aprilia auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. Wie die italienische 'La Gazzetta dello Sport' berichtet, haben sich Melandri und Aprilia darauf geeinigt. Offen ist noch, ob er in der MotoGP bleiben wird oder wieder in die Superbike-WM wechseln wird. Das soll erst in den nächsten Monaten entschieden werden, wenn die Entwicklung absehbar ist. Beim Jerez-Test am vergangenen Montag wurde zum ersten Mal das Seamless-Getriebe getestet.

In den vergangenen Wochen gab es viele Gerüchte um Melandri und Yamaha. Die Japaner werden im kommenden Jahr in die Superbike-WM zurückkehren. Zu diesem Comeback gibt es noch einige Fragezeichen zu klären. Es könnte möglich sein, dass VR46 von Valentino Rossi das Management des Yamaha-Superbike-Teams übernimmt. Ob in dieser Konstellation Melandri überhaupt der Wunschfahrer Nummer 1 wäre?

Deshalb ist ein Verbleib in der MotoGP sehr wahrscheinlich. Melandri besitzt auch kaum Alternativen. Seine größte Schwierigkeit sind im Moment die Bridgestone-Reifen. 2016 kommt Michelin und die Karten werden neu gemischt. Dazu fahren alle Hersteller mit der gleichen Software und Aprilia entwickelt den neuen Prototypen. Für all diese Faktoren betreibt Melandri bereits die Aufbauarbeit, auch wenn es sportlich gesehen im Moment sehr schlecht aussieht.

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