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Guintoli über MotoGP: "Man hat das Gefühl, abzuheben"

Leistungsstarke Superbikes faszinieren Sylvain Guintoli kaum, doch die Rennen mit der MotoGP-Suzuki haben den WSBK-Champion von 2014 nachhaltig beeindruckt

(Motorsport-Total.com) - Suzuki nominierte Ex-Superbike-Weltmeister Sylvain Guintoli im Frühjahr, um den verletzten Alex Rins in Le Mans, Mugello und Barcelona zu vertreten. Das MotoGP-Paddock war für Guintoli kein Neuland. Er fuhr fünf Jahre lang in der 250er-WM und zwei Jahre in der MotoGP. Der Wechsel von der Suzuki GSX-R1000, die Guintoli 2017 in der Britischen Superbike-Meisterschaft fuhr, zur MotoGP-Maschine war mit Sicherheit das Highlight seiner Rennsaison.

Sylvain Guintoli

Sylvain Guintoli genoss die Rennen mit der über 250 PS starken MotoGP-Suzuki Zoom

Was blieb Guintoli im Kopf? "Als ich zum ersten Mal in Jerez auf die Suzuki stieg, fühlte sie sich sehr ausbalanciert an. Die Leistung wird sehr gleichmäßig abgegeben. Der Motor ist sehr stark. Diese Maschinen sind unglaublich leistungsstark. Superbikes haben viel Leistung, doch diese Maschinen hier hören einfach nicht auf", berichtet der erfahrene Franzose.

"In Mugello erreicht man 340 km/h und das Motorrad beschleunigt weiter. Man hat das Gefühl, abzuheben. Es war eine Art Schock. Ich wusste, wie schnell diese Maschinen sind, doch es war ein Schock, herauszufinden, wie gut sie tatsächlich sind", schwärmt Guintoli. "Das Motorrad ist berechenbar. Es fährt sich wirklich schön. Es ist einfach richtig gut."


Fotos: MotoGP in Sepang


"Die Carbon-Bremsen haben ein ganz anderes Bremsverhalten. Ich musste mich daran gewöhnen. Es passt auf Grund der Kurvengeschwindigkeiten gut zu diesen Maschinen. Man kann sehr hart verzögern. Doch man muss sich daran gewöhnen", schildert er. "Die MotoGP-Maschinen beschleunigen extrem schnell, aber auch in den Kurven und beim Bremsen ist es sehr aufregend."

Sylvain Guintoli

Kein WSBK-Comeback: Guintoli nahm das Angebot von Puccetti nicht an Zoom

"Man kann größere Schräglagen fahren. Daran muss man sich aber erst gewöhnen. Man muss sich Zeit nehmen, wenn man das Motorrad nicht alle 500 Meter wegwerfen möchte. Ich wollte nicht hierhin kommen und der große Held sein. So funktioniert es nämlich nicht", betont der Suzuki-Testfahrer. "Wenn man sich so verhält, dann beißt das Motorrad zu. Dann ist alles vorbei, bevor es angefangen hat. Man muss dem Motorrad mit Respekt begegnen."

"Diese Maschinen sind die besten und schnellsten der Welt. Sie ermöglichen eine fantastische Performance, doch wenn sie zubeißen, dann beißen sie richtig zu", betont Guintoli, der auch in Zukunft für Suzuki Testfahrten mit der MotoGP-Maschine absolvieren wird. Er lehnte ein Angebot von Puccetti-Kawasaki ab, 2018 Stammpilot in der WSBK zu sein. Stattdessen möchte sich der Ex-Champion um die Entwicklung der MotoGP-Suzuki kümmern.

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