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Falsche Reifenwahl bei Lorenzo

Jorge Lorenzo hat aufgrund einer falschen Reifenwahl das Duell gegen Casey Stoner verloren - Trotzdem sind die 20 WM-Punkte von Jerez wichtig

(Motorsport-Total.com) - Jorge Lorenzo startete sein Heimrennen in Jerez von der Pole-Position, aber er musste sich seinem Honda-Konkurrenten Casey Stoner geschlagen geben. Nach der turbulenten Anfangsphase übernahm der Australier das Kommando an der Spitze und setzte sich leicht vom Feld ab. Lorenzo konnte dem Australier aber folgen. Bis ins Ziel schaffte der Yamaha-Fahrer aber keinen entscheidenden Angriff. Als Grund dafür gibt der Weltmeister von 2010 eine falsche Reifenwahl an. Genau wie Stoner wählte auch Lorenzo einen weichen Vorderreifen. Bei der Yamaha verschliss der Pneu aber stärker, weshalb Lorenzo am Ende nur noch den zweiten Platz ins Ziel fuhr.

Jorge Lorenzo

Jorge Lorenzo musste sich vor heimischer Kulisse mit Platz zwei begnügen Zoom

"Es war nicht einfach den richtigen Vorderreifen zu wählen. Ich denke, für die Yamaha ist der harte Reifen besser", so Lorenzo. "Wir gingen von verrückten Bedingungen aus. Schließlich entschieden wir uns für den weichen Reifen. Es war im Rennen aber nicht gut. Ab Runde sieben hatte ich zu kämpfen. Ich wollte trotzdem Casey einholen und gewinnen, aber in den letzten Runden hat er voll angegriffen."

"Es war unmöglich für mich ihn einzuholen. Deshalb sagte ich mir, ich nehme die 20 Punkte für Platz zwei mit. Es ist schade, denn mit einem harten Reifen hätte ich das Rennen gewinnen können. Trotzdem ist es gut auf dem Podium zu stehen." In der WM führt Lorenzo weiterhin, aber sein Vorsprung auf Stoner ist auf vier Punkte geschmolzen. "Wichtig ist, dass man immer sein Bestes gibt. Man darf nicht stürzen, denn die Konstanz ist in der WM sehr wichtig. Ich bin konstant, deshalb bin ich vorne. So müssen wir weitermachen."


Fotos: Yamaha, MotoGP in Jerez, Sonntag


In der Anfangsphase gab es eine haarige Situation inklusive Berührung mit Andrea Dovizioso vom Yamaha-Kundenteam Tech 3 zu meistern. Lorenzo war nicht zufrieden mit dem Verhalten des Italieners. "Ich finde nicht, dass es notwendig ist, dass man in der ersten oder zweiten Runde am Limit attackiert. Er fährt auch eine Yamaha. Wenn er schnell ist, dann kann er mich gegen Rennhalbzeit oder in den letzten Runden attackieren, aber nicht in den ersten Runden. Das ist meine Meinung."

Bereits am kommenden Wochenende geht es in Estoril weiter. Auf der portugiesischen Strecke hat der 24-Jährige zwischen 2008 und 2010 gewonnen. Auch dort könnten wieder widrige Bedingungen herrschen. "Es war ein schwieriges Wochenende. Glücklicherweise hat es im Rennen nicht geändert. Das ist für uns besser. Wir werden sehen, wie es in Estoril sein wird. Das Wetter könnte dort genauso sein", blickt Lorenzo voraus.

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