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Espargaro in den Top 10: KTM testet bereits 2018er-Teile

KTM hat die Entwicklung bereits vollkommen auf die kommende Saison ausgerichtet: Pol Espargaro in Aragon in den Top 10 - Smith mit Getriebeproblem

(Motorsport-Total.com) - Mit Platz zehn konnte Pol Espargaro in Aragon bereits einen Fuß in das Q2 setzen. Der Spanier platzierte seine KTM 1,184 Sekunden hinter Dani Pedrosa im zweiten Freien Training. Teamkollege Bradley Smith war nur drei Zehntelsekunden dahinter auf Platz 13 zu finden. Wildcard-Pilot Mika Kallio belegte Rang 15. Obwohl der Regen die Entwicklungsarbeit der Österreicher beeinträchtigte, wurden bereits neue Teile für die kommende Saison getestet.

Pol Espargaro

Pol Espargaro testet am Freitag in Aragon bereits Teile für die Saison 2018

"Das war ein eigenartiger Tag. Die Bedingungen waren sehr knifflig am Vormittag. Ich wollte gar nicht viele Runden fahren, weil ich vorsichtig war", gesteht Espargaro in seiner Medienrunde. Der Spanier absolvierte immerhin 17 Runden auf der teils nassen, teils trockenen Strecke. Er war davon überzeugt, dass es am Nachmittag nicht mehr regnen würde, doch der spanische Wettergott belehrte ihn eines Besseren. Es sei ziemlich riskant gewesen, da man bei solchen Verhältnissen kaum Erkenntnisse hinzugewinnt.

Der Wetterprognose traut der 26-Jährige ab sofort jedenfalls nicht mehr. "Sollte es auch morgen regnen, dann sind wir zumindest in den Top 10 und damit im Q2", schmunzelt er, obwohl er darauf nicht "wahnsinnig stolz" sei. "Ich habe im zweiten Training nicht alles gegeben, nicht wie in einem Qualifying. Das war echt eigenartig."

Smith hadert mit Getriebeproblem

Ähnlich erging es seinem Teamkollegen Bradley Smith. Der Brite musste im ersten Training das Bike in der Outlap abstellen. "Ich hatte leider ein Problem am Vormittag und konnte daher nicht viel fahren." Etwas "am Getriebe" habe nicht funktioniert. "Ich habe dann entschieden, dass ich auf der Strecke stehenbleibe, da es gleich aus der Boxengasse raus passiert ist. Ich bin nur eine Outlap auf Regenreifen und eine auf Trockenreifen gefahren."

Bradley Smith

Bradley Smith ereilte im ersten Training ein Problem am Getriebe

Am Nachmittag verfehlte er dann sein Ziel: "Wir wollten zumindest eine gute Rundenzeit hinbekommen, damit wir in die Top 10 kommen und in einer guten Position sind, sollte es morgen Vormittag regnen. Ich bin etwas enttäuscht, da ich nur 0,3 Sekunden weit davon entfernt bin. Das macht es umso enttäuschender." Durch Kallios Anwesenheit in Aragon fühlt sich Smith nicht zusätzlich unter Druck gesetzt, richtet er seinen Kritikern außerdem aus.

Der Finne hatte bereits am Donnerstag angekündigt, dass er und wohl auch Espargaro neue Teile testen werden. Dabei soll es sich unter anderem um einen neuen Rahmen handeln. Der Spanier wollte jedoch nichts verraten: "Wir testen ein paar neue Dinge am Bike. Im Nassen kann man aber niemals genau sagen, ob es sich jetzt besser oder schlechter anfühlt. Abgesehen davon habe ich mich gut gefühlt."

Espargaro: "Ich versuche, jedes Wochenende zu gewinnen!"

Er verrät nur, dass es sich dabei bereits um Komponenten handelt, die für die kommende Saison von Relevanz sein könnten. "KTM bremst niemals bei der Entwicklung. Ich kann nicht mehr verraten, aber wir testen neue Teile. Wir werden jetzt dann die Asien-Rennen angehen und dann kommt schon das Saisonfinale, daher müssen wir jetzt schon überlegen, wie die Richtung für 2018 aussehen könnte", verrät er und fügt hinzu: "Wir müssen so schnell wie möglich neue Teile testen. Das ist alles schon für die kommende Saison. Wenn es gut funktionieren sollte, dann könnten wir es aber auch schon Ende dieses Jahres verwenden."


Fotos: MotoGP in Aragon


Seine Ziele hat er für die restliche Saison bereits klar formuliert - wenn auch nicht ganz realitätsnahe: "Ich versuche, jedes Wochenende zu gewinnen!", lacht Espargaro. Besonders freut er sich jedoch bereits auf die Strecke in Australien, da die Tests dort vor der Saison besonders gut verlaufen sind: "Ich war damals rund eine Sekunde hinten, während wir auf anderen Strecken noch zweieinhalb Sekunden Rückstand hatten." Espargaro lag beim Test auf der 16. Position mit 1,3 Sekunden Rückstand.

"Ich weiß nicht, warum wir gerade dort so viel besser waren. Ich mag die Strecke in Phillip Island jedenfalls und freue mich schon darauf, wieder dort zu fahren." Auch in Aragon hat KTM getestet, allerdings erst vor zwei Monaten. Bei trockenen Bedingungen am Samstag konnten die Erkenntnisse daraus ein entscheidender Vorteil sein, glaubt der Spanier.

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