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Augmented Reality: Aprilia testet neuen Datenhelm in Misano

Ein Helm, der Mechaniker in Echtzeit mit Daten zum Motorrad versorgt, soll die MotoGP revolutionieren - Aprilia testet die Vorzüge von Augmented Reality

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Ducati am gestrigen Donnerstag im MotoGP-Paddock von Misano mit der Präsentation seines neuen V4-Motors bereits für eine Weltpremiere sorgte, stellte auch Aprilia eine technologische Neuheit vor, die beim Großen Preis von San Marino an diesem Wochenende ihre Feuertaufe feiert. Denn "Augmented Reality" hält Einzug in die Königsklasse. Damit ausgestattete Helme sollen den Mechanikern ihre Arbeit erleichtern.

Was heißt Augmented Reality, kurz AR? Grob übersetzt handelt es sich dabei um eine durch virtuelle Aspekte erweiterte Realität. Ein real existierendes Bild wird mit digitalen Informationen angereichert, zum Beispiel Texten, Bildern oder Videos. Diese werden mit Hilfe eines integrierten Computers über ein entsprechendes Display angezeigt. Im Falle von Aprilias Neuentwicklung fungiert das Helmvisier als Display.

Es kombiniert das, was der Träger sieht, mit nützlichen Daten. Dazu ist der Helm mit mehreren Kameras ausgestattet, darunter auch einer Wärmebildkamera. Sie identifizieren, was der jeweilige Mechaniker gerade anschaut. Jedes einzelne Bauteil am Motorrad kann anhand eines gespeicherten 3D-Models sofort erkannt und in Echtzeit mit detaillierten Informationen versehen werden, die es der Crew ermöglichen, Schwachstellen zu erkennen und zu beheben.

"Die Mechaniker können die Temperatur von Wasser, Öl und Reifen in Echtzeit nachvollziehen. Sie können nachprüfen, wie lange bestimmte Teile schon am Motorrad sind und wann sie ersetzt werden müssen", erklärt Aprilia. Schließlich gibt es für sämtliche Komponenten an einem MotoGP-Bike maximale Laufzeiten, die so viel leichter und schneller ermittelt werden können. Gleiches gilt für Temperaturanomalien, die sofort erkannt werden.


Fotos: MotoGP in Misano, Pre-Events


Darüber hinaus ermöglicht der AR-Helm von Aprilia die Kommunikation zwischen den Teammitgliedern. So kann der Crew-Chief auch aus größerer Entfernung mit den Mechanikern in Kontakt treten, indem er ihnen via Display Instruktionen zur Strategie, Reifenwahl oder bestimmten Änderungen beim Setting zukommen lässt. Die Information kommt bei direkt und identisch an, ohne durch äußere Störfaktoren verfälscht zu werden.

Insbesondere in den Trainingssessions und im Qualifying kann diese Technologie den Teams und Fahrern bei der Vorbereitung und Wartung der Motorräder viel Zeit sparen. Auf der Strecke wiederum kann das die entscheidende Runde mehr bedeuten, um auf dem Grid wichtige Plätze gutzumachen. Wie sich der Datenhelm namens dem DAQRI Smart Helmet in der Praxis tatsächlich bewährt, will Aprilia an diesem MotoGP-Wochenende in Misano erstmals testen.

Relaunch von Motorsport-Total.com

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