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Andrea Iannone: "Spürten große Frustration"

Vom MotoGP-Laufsieger zum Sorgenkind: Die Saison 2017 hielt für Andrea Iannone zahlreiche Enttäuschungen parat, doch der Trend macht Hoffnung für 2018

(Motorsport-Total.com) - Suzuki-Werkspilot Andrea Iannone zählte zweifellos zu den größten Enttäuschungen der MotoGP-Saison 2017. Der ehemalige Ducati-Werkspilot beendete seine erste Saison mit der Suzuki GSX-RR nur als WM-13. und sammelte magere 70 Zähler. Nach den zwei vielversprechenden Jahren als offizieller Ducati-Pilot rutschte Iannone bei Suzuki ab und wurde sogar intern kritisiert. Suzuki-Legende Kevin Schwantz nimmt nach wie vor kein Blatt vor den Mund, wenn es um Iannone geht.

Andrea Iannone

Andrea Iannone lernte in der vergangenen Saison eine wichtige Lektion

"2017 war ohne Zweifel keine einfache Saison für uns. Es war definitiv schwieriger als erwartet", gesteht Iannone. "Beim ersten Test in Valencia 2016 hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Das gesamte Team dachte, dass wir gute Ergebnisse erzielen können. Das war leider nicht der Fall."

"Obwohl es beim Saisonauftakt in Katar gut lief, bekamen wir danach Probleme. Es dauerte lange, bis ich mich an die Suzuki gewöhnt hatte. Mein Crewchief Marco Rigamonti und ich waren neu bei Suzuki. Wir mussten beim Motorrad bei Null beginnen. Zudem mussten wir uns an die japanische Arbeitsphilosophie gewöhnen", bemerkt der MotoGP-Laufsieger, der seine ersten vier MotoGP-Jahre bei Ducati verbrachte.

Alex Rins, Andrea Iannone

Rookie Alex Rins steigerte am Saisonende den Druck auf Andrea Iannone

Gegen Saisonende lief es bei Suzuki und Iannone deutlich besser. Nach der Sommerpause deutete sich an, dass ein Weg aus der Krise gefunden wurde. Bei den Überseerennen gelang ein weiterer Schritt. "Geduld und Konzentration sind die Schlüsselelemente für Erfolg. Daran habe ich immer geglaubt. Das hat sich in diesem Jahr erneut bewahrheitet. Wir setzten die Arbeit fort und machten kleine Fortschritte. Wir spürten sehr große Frustration, doch selbst in den dunkelsten Stunden verloren wir nicht den Glauben", erinnert sich Iannone.

"Wir erkannten die Fehler, die wir gemacht hatten. Zudem erarbeiteten wir Lösungen für 2018", berichtet der Suzuki-Pilot. "Zusammen mit meiner Crew und dem gesamten Team konnten wir den Saisonbeginn überstehen, der uns viele Kopfschmerzen bereitete. Wir glaubten aneinander und vertrauten uns bei der Zusammenarbeit. Das ist die größte Lektion, die ich in meiner ersten MotoGP-Saison mit Suzuki gelernt habe."

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