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Oliveira scherzt über Binder: "Er ist jetzt mein Feind"

KTMs Moto2-Debüt hat hohe Erwartungen geschürt - 2018 nimmt sich Miguel Oliveira den Titel vor und rechnet mit Konkurrenz aus dem eigenen Team

(Motorsport-Total.com) - Während es für KTM in der Moto3 vergangene Saison nicht wirklich rund lief, feierte der österreichische Hersteller ausgerechnet in der Moto2 und MotoGP Achtungserfolge. In beiden Klassen feierte KTM sein Debüt. Dennoch gelang es, in der Königsklasse mehrere Top-10-Ränge einzufahren. In der Moto2 konnte Miguel Oliveira sogar über neun Podestplätze, darunter drei Siege, jubeln und sich WM-Rang drei sichern.

Miguel Oliveira

Miguel Oliveira weiß, dass die Konkurrenz aus dem eigenen Lager groß ist Zoom

2018 will sich der Portugiese weiter steigern und um den Weltmeistertitel kämpfen. "Das Ende der vergangenen Saison war recht stark", blickt Oliveira bei 'MotoGP.com' auf seine Siege in den letzten drei Rennen zurück. "Entsprechend motiviert bin ich für dieses Jahr. Ich versuche einfach, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren, dann werden die Ergebnisse von allein kommen", sagt er selbstbewusst. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

Das gilt auch für den eigenen Teamkollegen. Denn Moto3-Weltmeister Brad Binder konnte sich im Laufe seiner ersten Saison in der nächsthöheren Klasse zusehends steigern und am Ende drei Podien in Folge für sich verbuchen. Dabei kämpfte er auch gegen Oliveira. "Er ist jetzt mein Feind", scherzt der Portugiese, angesprochen auf Binders Leistungskurve. "Auch Brad hatte ein starkes Saisonende. Das freut mich für ihn."

Er weiß, dass dessen Start in die Saison 2017 kein leichter war. Beim Testen verletzte er sich am linken Unterarm und musste operiert werden. Weil sich die Platte in seinem Arm beim Großen Preis von Argentinien verschob, musste Binder mitten in der Saison erneut unters Messer - und drei Rennen lang pausieren. Für den Südafrikaner ein herber Rückschlag, doch er kämpfte sich ins Spitzenfeld zurück und wurde mit drei Podien belohnt.

"Er hat große Fortschritte gemacht und gehört in diesem Jahr zu jenen, die schwer zu schlagen sein werden", urteilt Oliveira und stellt klar: "Das ist gut für unser Team. Wir haben jeweils einen starken Teamkollegen und können zueinander aufschauen. Wir arbeiten zusammen." Die Leistungsdicht im Feld der Moto2 sieht er viele mögliche Siegfahrer und Podestkandidaten. "Ich rechne mit jedem, schließe niemanden aus."

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