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Dominique Aegerter: "Für Tom finde ich es sehr geil"

Tom Lüthi in der MotoGP, kein Startplatz für Jesko Raffin - Dominique Aegerter ist 2018 der einzige Schweizer in der Moto2 - Das "neue" Kiefer-Team ist auf Kurs

(Motorsport-Total.com) - In der Moto2-Saison 2018 wird nur noch ein Schweizer am Start stehen. Tom Lüthi steigt in die Königsklasse auf und Jesko Raffin erhielt vom Selektionskomitee der Teamvereinigung IRTA mangels Ergebnissen keinen Moto2-Startplatz mehr. Somit wird sich Dominique Aegerter als einziger Eidgenosse in der mittleren Klasse beweisen müssen.

Thomas Lüthi, Dominique Aegerter

Rivalen auf der Rennstrecke, Respekt abseits: Tom Lüthi und Dominique Aegerter Zoom

Aegerter wird gemeinsam mit Sandro Cortese für das Kiefer-Team fahren. Beide werden auf KTM-Motorrädern sitzen. Nachdem der Vertrag mit dem neuen Eigentümer David Pickworth in Valencia nicht unterzeichnet werden konnte, ist es nun soweit. Wie Aegerter auf Social Media bestätigt, wurden die Rahmenbedingungen geklärt und das "neue" Kiefer-Team kann die Vorbereitungen für 2018 in Angriff nehmen.

Mit KTM-Chassis erhält der Rennstall konkurrenzfähiges Material, wie Miguel Oliveira mit seinen drei Siegen am Saisonende eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Durch die Zusammenarbeit mit der österreichischen Marke können sich langfristig auch andere Möglichkeiten ergeben. "Oliveira durfte auch schon in Aragon testen", denkt Aegerter an den MotoGP-Test des Portugiesen. "Wenn ich gute Leistungen zeige und eine gute Moto2-Saison habe, dann ergibt sich vielleicht die Möglichkeit, mit KTM in die MotoGP aufzusteigen, sollten sie Kundenteams haben."

Das ist aber noch in weiter Ferne. Nun gilt es für Aegerter, als einziger Schweizer die Moto2-Erfolge fortzusetzen. Dass er medial im Schatten von MotoGP-Fahrer Lüthi stehen könnte, kümmert ihn nicht. "Eigentlich ist es mir egal, aber klar ist es wichtig, Fans zu haben, die dich unterstützen", so Aegerter gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Und es ist natürlich auch wichtig, wenn die Medien über dich schreiben und das Fernsehen berichtet. Ich bin nur happy, wenn ich gute Resultate hole."

Schon 2014 standen für Aegerter MotoGP-Möglichkeiten bei Forward im Raum. 2015 absolvierte er Tests mit der Avintia-Kawasaki, die es so heute nicht mehr gibt. Dass Lüthi vor ihm den Wechsel in die Königsklasse geschafft hat, stört Aegerter nicht. "Für Tom finde ich es sehr geil, dass er es in die MotoGP geschafft hat und in einem guten Team ist. Ich freue mich wahrscheinlich genauso wie er. Es ist auch für ein Land wie die Schweiz wichtig, denn wir haben keine Strecken. Für Raffin ist es natürlich schade, aber ich hoffe, dass wir bald wieder junge Fahrer haben, die die Chance haben, auch diese Welt zu sehen."

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