DMSB-Umweltpreis: Mit Elektroantrieb auf dem Schulhof
(Motorsport-Total.com) - "Watt ein Renner", dachten sich die Jurymitglieder des DMSB-Umweltpreises, als Sie Post aus Dresden bekamen. Absender: der Kartsport Club Dresdner Verkehrsbetriebe e. V. im DMV, der mit der Mittelschule Radebeul ein Solarenergieprojekt auflegte. Die Mischung aus Motorsport, Wissensvermittlung und Jugendförderung überzeugte die Jury um den Vorsitzenden des Umweltausschusses, Karl-Friedrich Ziegahn: Er verlieh dem Projekt im Rahmen der DMSB-Meisterfeier in Frankfurt den DMSB-Umweltpreis.
Andreas Schönberg, der Vorsitzende des Kartsportclubs aus Dresden, durfte den mit 5.000 Euro dotierten Preis entgegennehmen: "Mit diesem Betrag können wir zwei weitere E-Karts aufbauen", sagte er. Sein Verein unterstützt die Mittelschule in Radebeuel bei einem seit dem Jahr 2000 laufenden Projekt, das den Themenkreis "Mobilität und Umwelt" vorbildlich aufgreift. Zu den in diesem Rahmen initiierten Arbeitsgemeinschaften gehört eine "AG Formel-E-Radebeul", die bislang drei elektrobetriebene Karts aufbaute, sowie eine AG, die eine mobile Solartankstelle konzipierte. Die Kombination ergibt nahezu emissionsfreien Motorsport und jede Menge zusätzlicher Nutzen: Beiträge zu Physikunterricht und Umwelterziehung werden ebenso erzielt, wie zur Berufsvorbereitung.
Nicht zu vergessen das Training der heute immer wichtigeren "Softskills": Teamfähigkeit und Selbstverwaltung etwa werden über die spannende Projektarbeit ganz nebenbei geschult. "Die Jury des DMSB war der Meinung, dass insbesondere die Zusammenarbeit mit der Schule und die Einbindung in die Projektarbeit eine zusätzliche und pädagogisch wichtige Maßnahme war, Jugendliche mit dem Aufgabenfeld der alternativen Antriebe, die auf erneuerbaren Energien beruhen, zu innovativen Leistungen anzuregen und dabei gleichzeitig an den Motorsport heranzuführen", führte Ziegahn in seiner Laudatio aus.
Neben den pädagogischen Aspekten bringt das Projekt den Beteiligten vor allem eines: Spaß. "Wir haben uns mit den Karts bereits an Kartslaloms beteiligt", beschreibt Schönberg. "Nun planen wir im kommenden Jahr den Einsatz bei auf Landesebene ausgetragenen Langtreckenrennen." Die - je nach Jahrgang - bis zu 30 beteiligten Schüler wird es freuen. "Für sie bieten wir eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung", so Schönberg. "Denn das ist für uns Motorsportler natürlich ein toller Nebeneffekt: Viele Teilnehmer bleiben uns auch nach der Schulzeit verbunden und finden den Weg in unseren Motorsportclub."










