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Bentley-Vorschau: Reif für den Sieg im dritten Anlauf?

24. Mai 2017 - 14:01 Uhr

Das Abt-Team versucht erneut, als David die deutschen Hersteller zu ärgern - Der Continental GT3 ist nicht mehr taufrisch, trotzdem gibt es noch Verbesserungen

Bentley Continental GT3
Bentley greift zum dritten mal beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring an
© Günter Kortmann

(Motorsport-Total.com) - Sie sind die Davids, obwohl das Auto der Goliath unter den GT3-Boliden ist. Doch Bentley hat nicht wenige Fans rund um den Nürburgring. Warum? Weil hier keine Hospitalitys rund um die Nordschleife aufgebaut werden, die in der bodenständigen Eifel protzen. Keine Werbebanden, auf denen das letzte Produkt beworben wird. Und keine Klagen, dass man doch so benachteiligt in der BoP wäre. Nein, Bentley und Abt konzentrieren sich beim 24-Stunden-Rennen auf das Wesentliche: Den Motorsport.

"Wir machen es so, dass die Leute sagen, es ist sympathisch. Wir erschlagen den Fan nicht wie die anderen", sagt Christian Menzel gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Und kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: Dienstwagen an die Offiziellen liefere Bentley auch nicht aus. Menzel, ohne Zweifel einer der schlechtesten Politiker unter allen GT3-Fahrern, fühlt sich pudelwohl in der Mannschaft, die ohne vom Konzern vorgegebene Zwänge fährt. "Den Teamgeist nimmt uns keiner. Selbst unser Boss Wolfgang Dürheimer stellt sich hin und feuert uns an. Die anderen leben doch nur noch in einem bescheuerten Zwang, gewinnen zu müssen."

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Auch Christian Abt war noch nie jemand für den Mainstream. Den achten oder neunten Audi mit Michelin- oder Dunlop-Reifen an den Start zu bringen wäre ihm zu einfach. Also schmiedete der ehemalige STW-Meister eine Allianz mit Bentley und Yokohama. Und die exotische Kombination funktionierte bislang: Platz zwei im ersten VLN-Lauf, Rang vier bei VLN2. Erst im Qualifikationsrennen setzte es eine Schlappe mit einem Doppelausfall. Geschenkt.

Schlachtschiff mit Verbesserungen

Der Bentley Continental GT3 ist nicht mehr das frischste Eisen im GT3-Feuer. Deshalb startet der 2014 homologierte Riesen-GT3 auch in der Klasse SP9-LG (Last Generation). Dafür ist das Paket ausgereift und es sind ausreichend Erfahrungswerte vorhanden. Seit 2015 sind die britischen Nobelkarossen Stammgast auf der Nordschleife.

Das soll nicht heißen, dass Bentley keine Fortschritte mehr erzielt. Im Gegenteil: Über den Winter wurden noch einmal deutliche Verbesserungen im Bereich des Fahrwerks vorgenommen. "Das Auto liegt sehr sicher und sauber auf der Straße. Es ist gut zu spüren und zu kontrollieren", beschreibt Menzel das Fahrverhalten des Rechtssitzers.

Konkret hatte Bentley bislang Schwierigkeiten, das hohe Drehmoment auf die Straße zu bringen. Das enorm hohe Gewicht des gewaltigen Vier-Liter-V8-Biturbos wirkte wie ein Briefbeschwerer auf der Vorderachse. Was beim Beschleunigen natürlich Gift ist, wenn Traktion auf den Hinterreifen gefragt ist. Bentley investierte viel, um das Problem zu beheben. Was sich letztlich ausgezahlt hat. "Trotzdem reden wir hier über Nuancen", gibt Menzel zu bedenken.

In Unterzahl zum Sensationssieg?

Seine Stärken spielt der Bentley Continental GT3 vor allem im Verkehr und aus engen Kurven heraus aus, wenn richtig Bums in unteren Drehzahlbereich gefordert ist. Trotz seiner enormen Ausmaße ist das Fahrzeug aber auch auf der Geraden überraschend schnell und muss sich dort nicht vor Porsche, Glickenhaus und Co. verstecken. Der Nachteil des hohen Spritverbrauchs wird durch die genormten Boxenstoppzeiten kompensiert.

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Natürlich leidet Bentley unter demselben Nachteil wie auch Porsche: Man ist mit drei Fahrzeugen quantitativ vergleichsweise dünn aufgestellt. Und das dritte Auto mit den Werksfahrern Guy Smith, Jonny Kane und Maxime Soulet wurde erst kurzfristig genannt. Die anderen beiden Fahrzeuge teilen sich Christopher Brück, Nico Verdonck und Christian Menzel sowie Christer Jöns, Chris Mamerow und Jordan Pepper. Nordschleifenerfahrung en masse.

Hat man sich aus der Rolle des Geheimfavoriten also mittlerweile raumanövrieren können? Menzel glaubt nein: "Wir sind sicher nicht die Topfavoriten." Trotz aller guten Resultate. Denn Bentley hat alles im Vorfeld gezeigt. Das soll aber nicht heißen, dass das Abt-Team nicht alles in die Wagschale werfen wird, was möglich ist, um doch einen Sieg über vier Goliaths zu erlangen. Einfach des Motorsports wegen.

Daten Continental GT3

- Länge: 4.950 mm
- Breite: 2.030 mm
- Höhe: 1.350 mm
- Mindestgewicht: 1.325 kg
- Leistung: 523 PS
- 4.0l V8-Biturbo mit 2x34,2 mm Luftmengenbegrenzer & 1,8 bar Ladedruck
- Tankinhalt: 125l

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