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Whitmarsh: "Der 12C GT3 ist ein ernsthafter Mitbewerber"

15. Januar 2013 - 11:17 Uhr

Martin Whitmarsh blickt auf die Debüt-Saison des McLaren MP4-12C GT3 zurück und erklärt, wie die Zusammenarbeit zwischen Werk und Kunden abläuft

Martin Whitmarsh
Martin Whitmarsh blickt zufrieden auf das GT-Programm von McLaren
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Das ohnehin schon starke Feld der GT3-Fahrzeuge bekam in der Saison 2012 prominenten Zuwachs: Mit dem McLaren MP4-12C GT3 brachte das britische Unternehmen eine Rennversion seines Sportwagens auf die Strecke. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fuhr das Auto gegen Saisonende in internationalen Serien mehrere Siege ein. Martin Whitmarsh, Teamchef des Formel-1-Teams und Geschäftsführer von McLaren Racing lässt die Debüt-Saison Revue passieren und spricht über die wirtschaftliche Bedeutung des Rennprogramms.

Frage: "Herr Whitmarsh, verlief die Weiterentwicklung des MP4-12C wie geplant?"
Martin Whitmarsh: "Die Weiterentwicklung des 12C GT3 war ein fortlaufender Prozess während der gesamten Saison und verlief in zwei Stufen. Wir haben mit jedem der Teams zusammengearbeitet und Daten und Rückmeldungen von ihnen erhalten. Wir haben zusammen mit ihnen daran gearbeitet, die Charakteristik und Performance des Autos zu verstehen."

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"Dieser Prozess begann vor dem ersten Rennen und wurde während der gesamten Saison fortgeführt. Das Team vom McLaren GT hat ebenfalls hart an der Weiterentwicklung des 12C GT3 und der Steigerung der Zuverlässigkeit, Fahrbarkeit und Effizienz gearbeitet. Dazu haben wir immer wieder die Haltbarkeit getestet und nach Wegen gesucht, wie wir das Auto im Rahmen der bei der SRO, FIA und VLN angewendeten 'Balance of Performance' verbessern können."

"Der Saisonstart war schwierig, aber durch das engagierte Entwicklungsprogramm ist der 12C GT3 nun ein ernsthafter Mitbewerber. Die 19 Siege und 19 weitere Podiumsplatzierungen in der Debüt-Saison haben den Teams gezeigt, dass es ein Auto ist, das man haben sollte."

Vom Neueinsteiger zum Rennsieger

Rallye-Ass Sebastien Loeb wird 2013 einen McLaren MP4-12C GT3 fahren
© Flavien Duhamel

Frage: "Wie ist es McLaren gelungen, in nur einem Jahr das Niveau der anderen Hersteller in der Blancpain-Endurance-Series (BES) zu erreichen?"
Whitmarsh: "Die BES ist eine der wettbewerbsfähigsten GT-Serien der Welt, und es war fantastisch im Jahr 2012 so viele McLaren im Feld zu sehen. Es ist ohnehin fantastisch, eine solch umfassende Mischung großer Namen aus der Welt des Automobilbaus und des Sportwagen-Sports in einem Starterfeld zu erleben."

"Wenn große Hersteller gegeneinander antreten, ist der Wettbewerb immer sehr hochwertig. Das hat man in der vergangenen Saison mit Siegen aller Hersteller und einiger der engsten Rennen, die ich je erlebt habe, gesehen. Wenn du gegen derart professionelle Hersteller und Teams antrittst, ist der Wettbewerb immer hart, aber genau das macht die BES so reizvoll. Die Größe des Starterfeldes, vor allem bei den 24 Stunden von Spa, zeigt, wie attraktiv die Serie für die beteiligten Teams und Fahrer ist. Man muss den Teams und Organisatoren Anerkennung dafür zollen, wie eng die Rennen und wie zahlreich die Zweikämpfe waren."

Frage: "Haben die Renneinsätze des 12C die Automobilsparte von McLaren 2012 vorangebracht?"
Whitmarsh: "Der 12C GT3 hat seinen Anteil am globalen Wachstum von McLaren Automotive. Das Ziel unseres Unternehmens war und ist, zu gewinnen, und das wurde durch das GT-Programm unterstützt. Der 12C GT3 hatte ein starkes Jahr. Die gute Debüt-Saison und die Resultate haben uns bei der Vermarktung des 12C geholfen."

"Es ist großartig, ein Produkt in einer solch hochwertigen Serie wie der BES erfolgreich einzusetzen. Viele unserer Kunden sind Motorsport-Fans. Ihnen auf diese Weise zu zeigen, wozu der 12C in der Lage ist, ist fantastisch. 2012 sind über 20 Exemplare der 12C GT3 in 14 verschiedenen Ländern gefahren. Es spricht Bände, dass wir selbst aus Ländern wie Russland und Aserbaidschan Unterstützung bekommen haben, wo wir keine Händler haben."

McLaren-Ingenieure unterstützen Teams

McLaren MP4-12C GT3
Auch auf der Nürburgring-Nordschleife ist der McLaren zu Hause
© xpbimages.com

Frage: "Nutzt McLaren das GT-Programm auch dazu, seinen jungen Ingenieuren Erfahrungen im Rennsport zu ermöglichen?
Whitmarsh: "Als Teil unseres Kundensport-Programms haben wir jedem Team die Unterstützung durch einen jungen Renningenieur von McLaren angeboten. Sie waren bei den Teams in verschiedenen Rollen, zum Beispiel als Renn- oder Dateningenieur tätigt."

"Ziel dieser Maßnahme war, den Teams einen McLaren-Mitarbeiter zur Seite zu stellen, der das Auto, das Unternehmen und die Abläufe kennt und so eine direkte Verbindung zur Fabrik herstellt. Die jungen Ingenieure helfen den Teams bei der Abstimmung und Optimierung des Autos und erhalten so die Möglichkeit, unter Rennbedingungen zu arbeiten und wertvolle Erfahrungen zu sammeln."

Frage: "Welche Pläne haben Sie 2013 für die BES?"
Whitmarsh: "Ich freue mich, dass McLaren auch 2013 wieder sehr präsent im Starterfeld vertreten sein wird. Gemeinsam mit unseren Kunden werden wir daran arbeiten, dort an der Spitze zu fahren. Im letzten Rennen der Saison 2012 hat Hexis dort den ersten Gesamtsieg eines 12C GT3 geholt, ART gewann die Pro-Am-Klasse. Das war ein toller Saisonabschluss. Als Unternehmen schauen wir immer voraus, wollen auf diesen Leistungen aufbauen und weitere Siege und Podien erzielen."

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