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Sandritter-Kolumne: "I am back!"

06. Juni 2012 - 16:38 Uhr

Max Sandritter über seinen Aufstieg in die ADAC GT Masters, aufregende Rennen im neuen Chevrolet Camaro GT3 und eine unerfreuliche Nachricht

Camaro
Der Camaro gilt in den ADAC Gt Masters als absoluter Publikumsliebling
© Presse

(Motorsport-Total.com) - Liebe Motorsport-Total.com-Leser,

die neue Rennsaison hat begonnen und es ist an der Zeit, mich zurück zu melden! In den vergangenen Monaten hat sich viel bei mir getan, daher habe ich nur wenig Zeit zum Schreiben gefunden. Aber ab sofort werde ich euch wieder in regelmäßigen Abständen in meiner Kolumne über mein Leben auf und abseits der Rennstrecke berichten.

Wie sicherlich einige von euch bereits wissen, begann die Motorsport-Saison 2012 für mich mit vielen neuen Aufgaben und Herausforderungen. Neue Serie, neues Team und neues Auto - das sind die Rahmenbedingungen, unter denen ich in dieser Saison durchstarten will!

Aber nun erst mal Schritt für Schritt...

Nach einigen Tests bei verschiedenen Teams habe ich Anfang des Jahres bei YACO Racing powered by Jochen Schweizer mit dem Chevrolet Camaro GT3 unterschrieben. Ich war sowohl vom Team als auch vom Potential des 650 PS starken V8-Boliden sofort begeistert.

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Auch wenn der Camaro in der ADAC GT Masters ein absoluter Newcomer ist und das Team um Uwe Geipel daher keine Erfahrungswerte mit diesem Fahrzeug hat, wollte ich ein Teil des Projekts "Camaro" werden. Ich liebe die Herausforderung und der Camaro ist einfach ein cooles Muscle-Car!

Leider wurden mir und meinem Fahrerkollegen Philip Geipel die Vorbereitungen auf die neue Saison ganz schön schwierig gemacht. Das Fahrzeug konnte erst kurz vor dem Auftakt-Rennwochenende in der Motorsport-Arena Oschersleben fertig gestellt werden. Somit habe ich die ersten Runden in meinem neuen Dienstfahrzeug erst im Qualifying unter Real-Bedingungen gedreht.

Dennoch war ich am Ende des Saisonauftakts mit dem Auto und meiner Leistung zufrieden. Klar, wir sind nicht ganz vorne mitgefahren, aber der Camaro war an diesem Wochenende der absolute Publikumsliebling und konnte die Fans nicht zuletzt durch seine außergewöhnliche Optik, den ohrenbetäubenden Sound und jede Menge Power überzeugen.

Nach dem Auftaktwochenende hieß es für mich, meinen Partner Philip und das gesamte Team erst einmal: Entwickeln, verbessern und aus den gemachten Erfahrungen lernen, um im nächsten Rennen wieder voll angreifen zu können.

Gut vorbereitet ging es für mich und YACO Racing powered by Jochen Schweizer Anfang Mai nach Zandvoort. Der Kurs in Zandvoort ist sehr verwinkelt, was für den schweren Camaro mit seinen 650 PS eine echte Herausforderung ist. Denn in den vielen Kurven kann er seine Leistung nicht voll auf die Strecke bringen.

Dennoch zeigte sich: unsere Vorarbeit hatte sich gelohnt. Wir haben beim ersten Rennen die Zielflagge gesehen und das war erst einmal das Wichtigste. Durch das verbesserte Setuup und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Camaro konnten wir uns im ersten Rennen von Position 38 auf Platz 24 vorkämpfen.

Schade, dass wir am darauf folgenden Tag auf Platz 23 liegend aufgrund einer unverschuldeten Kollision frühzeitig ausgeschieden sind und uns daher nicht ein zweites Mal die verdiente Belohnung für die harte Arbeit der letzten Wochen einfahren konnten.

Das ist ärgerlich, aber so ist das eben im Motorsport. Nun gilt es, nach vorne zu schauen. Es steckt noch jede Menge Potenzial im Auto, das wir am Sachsenring nun voll ausschöpfen wollen. Wir haben viel am Auto gearbeitet und sind von technischer Seite bestens vorbereitet.

So gut die Nachrichten über unsere Fortschritte auch sind, so unerfreulich waren die Nachrichten vom Pfingst-Wochenende. Mein Teamkollege Philip Geipel wurde beim Fahrradtraining zur Vorbereitung auf das nächste Rennen von einem PKW-Fahrer übersehen und stürzte schwer.

Bittere Bilanz: Schlüsselbeinbruch und mindestens sechs Wochen Pause für ihn. Das stellt uns so kurz vor dem Rennen am Sachsenring auf eine besondere Probe. Das gesamte Team arbeitet unter Hochdruck daran, um trotz des Ausfalls von Philip eine gute Performance abliefern zu können. Ich werde mein Bestes geben, um mit unserem Ersatzfahrer Christian Bracke ein optimales Ergebnis für das Team zu erzielen.

Jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zum nächsten Rennen, und ich kann es kaum erwarten, nach vier Wochen endlich wieder Vollgas auf der Rennstrecke zu geben. Auf den Kurs am Sachsenring freue ich mich besonders, denn auf den vielen Geraden wird der Camaro, anders als in Zandvoort, zeigen können, was in ihm steckt. Das wird ein spannendes Wochenende!

Ich hoffe, den ein oder anderen von euch an der Strecke zu sehen. Und wer es nicht an den Sachsenring schafft, kann die Rennen am Samstag und Sonntag jeweils ab 12:15 Uhr bei Kabel 1 live mitverfolgen.

Wie das Rennen ohne meinen gewohnten Teamkollegen sein wird, und wie wir am Ende abschneiden - davon berichte ich euch in meiner nächsten Kolumne.

Bis dahin,

Maximilian Sandritter

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