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Norisring: Nilsson nicht zu stoppen

30. Juni 2012 - 19:14 Uhr

Scirocco-Cup-Tabellenführer Ola Nilsson holt sich auch auf dem Stadtkurs in Nürnberg den Sieg - Ex-DTM-Champion Nicola Larini gewinnt Legenden-Wertung

Ola Nilsson
Tabellenführer Ola Nilsson war auf dem Norisring nicht zu schlagen
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Spektakulärer Auftakt in die zweite Saisonhälfte des Volkswagen Scirocco R-Cup am Norisring: Tabellenführer Ola Nilsson feierte beim Saisonhighlight auf dem Straßenkurs in Nürnberg in einem turbulenten Rennen einen Start-Ziel-Sieg. Am Ende hatte der Schwede, der von der Pole-Position gestartet war, einen Vorsprung von 0,474 Sekunden vor Adam Gladysz.

"Das war ein hart erkämpfter Sieg, denn Adam Gladysz hat mich über die gesamte Renndistanz ordentlich unter Druck gesetzt. Ich konnte mir keinen Fehler erlauben", so Nilsson im Ziel. "Trotz meiner fünf Siege ist die Saison noch lang. Ich werde weiter versuchen, Rennen zu gewinnen oder aufs Podium zu kommen."

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Beim sechsten von insgesamt zehn Saisonläufen des Volkswagen-Markenpokals verlor Nicola Larini, der DTM-Champion von 1993, beim Start eine Position und musste Gladysz, der einen Blitzstart erwischte, vorbeiziehen lassen. "Als die Ampel ausging hatte ich keine Chance gegen Adam Gladysz, der einen phänomenalen Start hingelegt hat", berichtet der Italiener. Zusammen mit Nilsson lieferten sich Larini und Gladysz eine packende Verfolgungsjagd bei extremen Streckentemperaturen von bis zu 50 Grad Celsius.

Nachdem Nilsson bei einem Restart seine Führung verteidigen konnte, wurde in der 18. Runde nach einem erneuten Unfall das Rennen kurz vor Ende vorzeitig abgebrochen. "Ich habe versucht, die Lücke nach vorn nicht zu groß werden zu lassen und habe mir meine Push-To-Pass-Versuche für die Schlussrunden aufgehoben", so Larini. "Beim Rennabbruch vier Runden vor Schluss hatte ich noch drei Push-To-Pass-Versuche, die Spitze keinen mehr. Wer weiß, vielleicht wäre am Ende sogar noch ein Platz weiter oben drin gewesen."

Larini gewinnt Legenden-Wertung

Als Gesamtdritter behielt Larini in der Legenden-Wertung die Oberhand vor Ex-Formel-1-Pilot Pedro Lamy und Ex-Fußball-Star Karl-Heinz Riedle. "Mein zweites Rennen und mein zweiter Sieg in der Legenden-Wertung, mehr kann man nicht erwarten", freut sich Larini und versichert: "Natürlich bin ich absolut happy mit dem dritten Rang im Gesamtklassement."

Lamy ortet nach dem Rennen Verbesserungspotenzial bezüglich seiner eigenen Leistung: "Mein Start war wirklich schlecht, von draußen sah es aus als hätte ich den Rückwärtsgang erwischt. Beim Versuch mich wieder nach vorn zu kämpfen habe ich in der Spitzkehre leider den Wagen von Dennis Trebing getroffen. Ich dachte, er lässt mir noch etwas Luft. Leider hat es nicht für beide gereicht, aber den Unfall nehme ich auf meine Kappe. Dennoch habe ich das Wochenende sehr genossen und beim nächsten Mal mache ich es definitiv besser."

Ex-Fußball-Star Riedle setzte vor allem die Hitze in Nürnberg extrem zu. "Ich bin ganz schön erledigt, im Auto hatte es mindestens 50 Grad Celsius. Das hat mich an die WM 1994 erinnert als wir bei über 40 Grad Celsius in Dallas gegen Südkorea gespielt haben. Mein Respekt vor den Rennfahrern ist jedenfalls nochmal deutlich gestiegen. Insgesamt hat mir das Wochenende sehr viel Spaß gemacht. Ich hätte vorher auch nicht gedacht, dass ich als Drittplatzierter auf dem Legenden-Podium stehe."

Starker Auftritt von Rallye-Junior Abbring

Einen starken Auftritt legte Volkswagen-Rallye-Junior Kevin Abbring hin, der trotz verpatztem Start am Ende auf einem starken vierten Gesamtrang ins Ziel kam."Ein aufregendes Gefühl, mit mehreren Autos zu starten. Rallye-Fahrer kennen das ja sonst nicht", urteilt Abbring und ist zufrieden: "Ich denke, mein erstes Rundstreckenrennen hätte nicht viel besser laufen können. Platz vier ist ein prima Ergebnis. Natürlich hätte ich gern noch den Sprung aufs Podium geschafft, aber Nicola Larini war einen kleinen Tick schneller. Vor dem Start hatte ich mir fest vorgenommen, keinem der permanenten Fahrer mit unüberlegten Attacken die Meisterschaft zu gefährden. Beim Start war ich dann etwas zu brav und habe mindestens vier Plätze verloren."

Weniger glücklich lief das Rennen für den Ex-Formel-1-Pilot und Norisring-Sieger von 1995, Christian Danner, der nach einem Mauerkontakt in Runde zehn ausfiel. Die Folge: Das Safety-Car musste für wenige Runden auf die Strecke, damit die Streckenposten die Karosserieteile einsammeln konnten.
Trotz seines Ausfalls zeigt sich Danner zufrieden: "Das Rennen hat mir einen Riesenspaß gemacht und der Fakt, dass ich leider mit dem Mauer-Knutscher ausgeschieden bin, lässt nur einen Schluss zu: Ich werde wohl nochmal fahren. Ich bin jedenfalls wieder auf den Geschmack gekommen."

"Der Cup-Scirocco ist agil, hat ein super Fahrwerk und ein klasse Handling", so Danner weiter. "Mit meinem Rennen bin ich bis zum Ausscheiden auch ganz zufrieden gewesen. Immerhin habe ich kurz nach dem Start zwei Plätze gut gemacht. Das Bioerdgas-Konzept hat mich sehr positiv überrascht. Das Auto ist weder schwer, noch gibt es irgendwelche Sicherheitsbedenken wegen des Tanks. Der Scirocco R-Cup ist der Beweis, dass Motorsport mit umweltfreundlichem Antrieb hervorragend funktionieren kann." Die Junioren-Wertung gewann Jonas Giesler vor Kasper Jensen und Jakub Litwin.

"Das war ein turbulentes Rennen, so wie man es am Norisring häufig erlebt", bilanziert Ulrich Hackenberg, Markenvorstand für Entwicklung bei Volkswagen. "Die Begrenzungsmauern auf dem Stadtkurs verzeihen keinen Fehler - auch nicht einem ehemaligen Formel-1-Piloten wie Christian Danner. Ich denke, wir haben den Zuschauern bei herrlichem Wetter ein unterhaltsames Scirocco R-Cup-Rennen geboten."

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