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Nilsson dominiert das Feld, Morgenstern die Wintersportler

02. Juni 2012 - 19:58 Uhr

Start-Ziel-Sieg für den Meisterschaftsführenden Nilsson - Morgenstern gewinnt Legenden-Vierkampf mit Skisport-Stars Hannawald, Wörndl und Kofler

Auch in Spielberg erfolgreich: Der Nilsson drückt der Saison seinen Stempel auf
© Volkswagen

(Motorsport-Total.com) - Der Meisterschaftsführende Ola Nilsson gewann den ersten von zwei Läufen zum Scirocco R-Cup auf dem Red-Bull-Ring. Im Ziel hatte Nilsson, der von der Pole-Position gestartet war, einen Vorsprung von knapp zehn Sekunden auf den Zweitplatzierten Adam Gladysz. Der Pole setzte sich im Finish hauchdünn vor den Junioren Kasper Jenseund Jakub Litwin durch.

Den Vierkampf der Wintersport-Stars gewann Lokalmatador Thomas Morgenstern, der zudem seine Premiere als Formel-1-Pilot feierte und im Red-Bull-Auto einige Runden drehte. Im Scirocco R-Cup Rennen belegte der achtfache Skisprung-Weltmeister und dreifache Olympiasieger einen guten 14. Platz und hielt damit den rennerfahrenen Sven Hannawald um fünf Plätze auf Distanz.

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Hannawald musste allerdings in der zweiten Runde nach einer Kollision mit Matthias Bäurle, die auch eine Safety-Car-Phase auslöste, nach einem Ausrutscher neben die Piste das Feld von hinten aufrollen. Das tat der Vierschanzentournee-Sieger von 2001/2002 in beeindruckender Manier. Dabei passierte er auch die anderen beiden Legenden-Starter Frank Wörndl und Andreas Kofler. Ex-Skirennfahrer Wörndl wurde 22., Kofler beendete das Rennen in seinem Rückspiegel als 23.

Zahlreiche Überholmanöver machten den Auftritt des Markenpokals der Welt in der Steiermark zu einem außergewöhnlichen Vergnügen für die Zuschauer auf den gut gefüllten Tribünen des Red-Bull-Rings. Denn auch wenn Nilsson vorn souverän siegte, ging es im übrigen Starterfeld während der zwölf Runden aufregend zur Sache.

Für die Startaufstellung zum Rennen am morgigen Sonntag zählt der heutige Zieleinlauf, lediglich die ersten Acht starten in umgekehrter Reihenfolge. So kann Nilsson beweisen, ob er auch mit einem kleinen Handikap derzeit der "Mann der Stunde" im Volkswagen Scirocco R-Cup 2012 ist. "Großartig, den dritten Sieg in dieser Saison zu feiern", jubelt er. "Für mich war es ein recht ruhiges Rennen, denn nach der Safety-Car-Phase habe ich einen perfekten Re-Start erwischt."

Nilsson analysiert: "Durch den engen Kampf hinter mir um Platz zwei zwischen Litwin, Gladysz und Jensen konnte ich vorn ein gutes Polster rausfahren. Der Red-Bull-Ring liegt mir, ich mag die Strecke sehr." Der Schwede blickt voraus: "Jetzt freue ich mich auf morgen, das wird ein spannendes Rennen. Mein Ziel: Punkte sammeln und mit etwas Glück nochmal aufs Podium."

Begeistert waren auch die Legenden-Starter aus dem Wintersport: "Das Wochenende am Red Bull Ring werde ich so schnell nicht vergessen: meine erste Ausfahrt im Formel 1 und dazu das Rennen im Scirocco R-Cup: einfach grandios", freut sich Morgenstern. Der Skisprung-Star weiter: "Den Start habe ich ein wenig verschlafen, aber ich wollte auch nicht zu aggressiv in die erste Kurve. Danach habe ich gemerkt, dass ich gut mithalten kann bei den Rundenzeiten", sagt er.

Es klingen bei Morgenstern motorsportliche Ambitionen durch: "Insgesamt habe ich mich gegenüber dem Start im letzten Jahr im Scirocco weiterentwickelt - und das ist ein klasse Gefühl. Getoppt wurde das nur von der Fahrt im Formel-1-Renner von Red Bull. Das war einfach unbeschreiblich", schwärmt der Österreicher. "Man sitzt extrem beengt, hat einen Puls bis zum Anschlag - aber wenn dann der Motor gestartet wird und man losrollt, ist man nur auf sich gestellt und in einer anderen Welt."

Hannawald sieht sein Rennen so: "Ich habe einen prima Start erwischt und in der ersten Kurve gleich vier oder fünf Plätze gut gemacht. Danach hatte ich Pech beim Unfall und durch den Dreher waren meine Chancen gleich wieder dahin. Nach dem Re-Start habe ich dann eine schöne Aufholjagd gestartet und mir zumindest noch ein paar Legenden geschnappt", berichtet er. "Schade, dass ich das Duell gegen Thomas (Morgenstern, Anm. d. Red.) diesmal verloren habe, aber er war sehr stark unterwegs."

Sein deutscher Wintersportkollege Wörndl freut sich wie ein kleiner Junge: "Ein tolles Gefühl, wenn man wieder zum Kind wird. Ich habe das ganze Rennwochenende sehr genossen. Es ist schön, wenn man im Leben immer wieder Herausforderungen hat, die einem hundert Prozent Einsatz abverlangen", so das frühere Ski-Alpin-Ass. "Das und der Adrenalinschub auf der Rennstrecke haben den Start zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht. Jetzt muss ich nur noch lernen, mit links zu bremsen."

Kofler lobte die neue Erfahrung als Motorsportler. "Als Skispringer ist man ja Einiges gewohnt, aber beim Start war mein Puls sicher über 200. Ich bin einfach glücklich, dass ich ins Ziel gekommen bin und der Abstand nicht zu riesig war", schnauft der Österreicher durch. "Sicher ist von den Zeiten her noch Luft nach oben. Egal - das Rennfieber hat mich gepackt und wenn es nach mir geht, war das nicht das letzte Rennen meiner noch sehr jungen Motorsportkarriere."

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